Ylvi - Kurzgeschichten eines Welpen


Dienstag, 4. September 2007

 

Einleitung

 

Hallo Welt - Ich erlaube mir hiermit das neuste Mitglied meines Rudels vorzustellen: Ylvi.

 

 

 

 

Ylvi ist eine kleine - jetzt sechs Wochen alte - Broholmerwelpin, die demnächst ihren ersten Wohnsitz in Mainhattan (Frankfurt am Main) haben wird. Gegenwärtig lebt Ylvi noch in Albertslund in der Nähe von Kopenhagen bei ihrer Mutter Liv und Vater Baltazar - beides Broholmer. Was ist denn eigentlich ein Broholmer? Also die beste Antwort findet man meines Erachtens bei Wikipedia und zwar exakt hier. Wie kommt man an einen Broholmer? Man muss Mitglied in der dänischen Gesellschaft für Broholmer (Broholmerselskabet) werden und dort die Welpenvermittlung kontaktieren. Die vermitteln einen Interessenten dann an einen serösen Züchter. In diesem Blog wollen wir unsere Erlebnisse, Erfahrungen sowie positive und negative Empfindungen festhalten, die wir - über kurz oder lang - zusammen mit Ylvi sammeln werden. Und da wir jedem gutgemeinten Rat oder Idee offen gegenüberstehen haben wir beschlossen dieses Tagebuch in Form eines Blogs der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen.

   

     


Samstag, 8. September 2007

 

... und noch ein wenig Papierkram

 

Für den Transport eines Welpen innerhalb der EU gibt es übrigens noch ein paar Regeln einzuhalten ... Als erstes ist zu beachten das der Hund entweder mittels einer deutlichen Tätowierung oder eines Chips (Transponder) gekennzeichnet sein muss. Dann muss für das Tier ein so genannter EU - Heimtierausweis mitgeführt werden, der von einem von der zuständigen Behörde dazu ermächtigten Tierarzt ausgestellt ist (in der Regel ist hierzu jeder praktizierender Tierarzt berechtigt). Und jetzt das wichtigste - In dem Heimtierausweis muss eine gültige Tollwutschutzimpfung eingetragen sein. Es gilt dabei zu berücksichtigen, dass weniger als drei Monate alte Heimtiere nicht über die Grenze transportiert werden dürfen, bevor sie das für die Impfung erforderliche Alter (12 Wochen) erreicht haben. Das Transportieren eines Hundes, der jünger als 3 Monate und nicht geimpft ist, kann gestattet werden, sofern für dieses Tier ein Ausweis mitgeführt wird und es seit seiner Geburt an dem Ort gehalten wurde, an dem es geboren ist, ohne mit wild lebenden Tieren, die einer Infektion ausgesetzt gewesen sein können, in Kontakt gekommen zu sein, oder wenn ihn seine Mutter begleitet, von der er noch abhängig ist. ... well, lets rock 'n' roll, lieber Amtsschimmel.


Freitag, 14. September 2007

 

To BARF or not to BARF ...... das ist hier in der Tat die Frage.

 

Mit BARF (Bones and Raw Food) wird eine Methode bezeichnet fleischfressende Haustiere zu ernähren. Dies geschieht mittels rohem Fleisch, Knochen und Gemüse. Für die ausgewogene Ernährung ist dann aber jeder Hundehalter selbst verantwortlich. Was mich aber am meisten beeindruckte war diese emotionsvolle Diskussion die um dieses Thema geführt wird. Ich bin sehr froh das ich in puncto Kampfsport erfahren bin, denn wenn man einen Hundehalter fragt wie er seinen Hund ernährt, als Antwort industriell gefertigtes Trockenfutter bekommt und dann noch erwiedert das man seinen Hund per BARF ernähren will, entwickelt sich die ganze Situation schnell zu einer Szene aus einem Westernfilm. Schlagartig setzt Stille im Raum ein. Irgendwo im Dämmerlicht der untergehenden Abendsonne fängt ein kleiner Mexikaner an auf seiner Trompete einen Trauermarsch zu blasen. Die Raumtemperatur steigt ins unerträgliche. Die Anspannung kann man förmlich mit den Händen anfassen. Eine kleine falsche Bewegung und .......... Well - gibts da keinen Mittelweg ??? Na klar, der Hund stammt vom Wolf ab und ich hab noch keinen Wolf gesehen der Getreide angebaut hat um sich und sein Rudel zu ernähren. Allerdings darf man ja nicht vergessen das der Hund und der Mensch seit mindestens einigen zehntausend Jahren zusammenleben. Während dieser Zeit hat sich der Hund zwangsläufig auch zum Resteverwerter entwickeln können oder vielmehr müssen. Kann man nicht auch BARF mit den herkömmlichen Futtermethoden kombinieren ??? So 'ne Art "Teil-"Barf ??? Ooops, Ich hör da schon wieder jemanden nach den Fackeln und Forken rufen. Ich muss weg.


Freitag, 21. September 2007

 

Es ist Zeit ...... für den Umzug von Ylvi.

 

Heute starten wir in Richtung Kopenhagen, um unseren Welpen zu holen. Die nächsten Einträge in diesem Blog werden sich wohl vermehrt mit den Erlebnissen beschäftigen wie unser Hund auf Kommandos "Sitz, Platz, Bleib ..." reagiert und natürlich mit dem Killerthema Stubenreinheit. Ab Montag, (24.9.) sind wir wieder hier in Mainhattan.


Montag, 24. September 2007

 

Endlich zu Hause angekommen

 

Wow - was für ein Wochenende. Nach Dänemark sind wir eigentlich recht schnell gekommen. Wir fuhren in der Nacht von Freitag auf Samstag und kamen durch wie Spucke durch die Trompete. Das Motel war auch recht ok. Dann trafen wir die Broholmer Züchterin und - *trommelwirbel, tusch* - Ylvi. Sie verdrosch gerade ihre noch zwei übrig gebliebenen Brüder - alle anderen Geschwister waren schon bei ihren neuen Besitzern - und wandte sich dann schnurstracks uns zu. Wir spielten bis die Züchterin den Ritus der formellen Papierübergabe startete und uns noch über die ein oder andere Gegebenheit beim Broholmerselskabet aufklärte. Sorry Jungs, das mit dieser Namensliste wussten wir nicht ... Geboren wurde Ylvi exakt am 23.7.07 - ich glaube das sind die Löwen, oder ??? Auf jedem Fall macht sie diesem Sternzeichen alle Ehre. Denn eigentlich sah es für sie ziemlich duster am Anfang aus. Sie hatte am Bauch eine Verletzung bzw. offene Stelle die sich entzündete und Züchterin wie Tierarzt bereiteten sich schon auf ihr Ableben vor. Well - die Sache entwickelte sich etwas anders und ausser einer Narbe an Ylvis Bauch erinnert nichts mehr an diese Zeit. Die Rückfahrt aus Dänemark gestaltete sich dann aber etwas anstrengender als erwartet - klar hatten wir die Pinkelpausen für Ylvi einkalkuliert - aber wer konnte ahnen das das Wetter so schön wird, dass halb Norddeutschland der Meinung war sich ins Auto zu schwingen um den Tag an der Ostsee oder auf dem Land zu verbringen. So dauerte die ganze Geschichte - inklusive Ylvis Pausen und vier größeren Staus - 11 Stunden. Aber auch das steckte Ylvi weg - zwar war sie etwas wacklig auf den Beinen aber auch das hatte sich in kürzester Zeit gegeben ... Ok, Ylvi will spielen ... ich melde mich wieder.


Dienstag, 25. September 2007

 

Der erste Kontakt

 

Eigentlich war unsere Vorstellung das Ylvi ihre ersten sozialen Erfahrungen über die Welpenschule macht. Da haben wir uns schon eine ausgesucht die in unser aller Zeitplan passt und auch von der Lokation her nicht am Ende der Welt liegt. ... nun ja - der Mensch denkt und irgendwo in China ist dann ein Sack Reis geplatzt der alles auf andere Wege führt. Unsere Nachbarn haben auch einen Hund. Ein kleiner Mix aus Dackel und Cocker Spaniel mit dem Namen Eddie. Importiert auf abenteuerlichen Wegen - eben von diesen Nachbarn - aus Brasilien damit der damals noch kleine Welpen-Eddie zusammen mit seinem Bruder Paul nicht auf der Strasse von Rio enden muss. Ganz nebenbei - vor solchen Aktionen zieh ich respektvoll meinen Hut und wenn man die ganze Sache dann noch betriebswirtschaftlich betrachtet haben diese Menschen in die kleinen Hunde mehr reingesteckt als ich beim Broholmerselskabet & Co. Zurück zum gestrigen Abend oder besser gesagt zur letzten Nacht. Ylvi verspürte den Drang uns mitzuteilen das es jetzt wieder an der Zeit wäre - in Zahlen ausgedrückt 5:30 - für ein Geschäft. Umfang unbekannt. Ordentlich sind wir als die führenden Rudelmitglieder mit der kleinen Ylvi vor die Tür gegangen damit sie den Prozess abwickeln konnte. Aus einer dunklen Ecke schoss dann Junghund Eddie mit seinem brasilianischen Temprament hervor und verpasste Ylvi ein Karnevallsgebälle das unsere kleine Ylvi leicht erstarrte und Schutz beim eigenen Rudel Topmanagement suchte. Die Situation war sehr schnell unter Kontrolle. Eddie wurde von der eigenen internen Revision abgemahnt aber bei Ylvi noch an irgendwelche weiteren endverdauuenden Abwicklungsprozesse zu denken war nicht mehr möglich. Der Betrieb wurde erst um 7:30 wieder aufgenommen ... ... und die Moral von der Geschichte: Kleiner Eddie - sei nett zu Welpen, denn es könnte vielleicht mal ein Broholmer draus werden ;-)


Dienstag, 25. September 2007

 

Ylvi trifft das Böse

 

Eigentlich sind wir alle davon ausgegangen das die nächtliche Nummer mit Eddie nicht mehr zu toppen sei, aber die Szene die sich dann im Verlaufe des späten Vormittags abwickelte war der absolute Gipfel der Genüsse. Ylvi traf heute nichtsahnend auf einen Dämon, der ausgespien aus dem tiefsten Winkel der Hölle und von Satan persönlich erwählt sein musste, niemals endendes Leid einem lebenden Wesen zuzufügen. ... es ist die Rede vom TIERRRRARRRRZT !!!! (Der geneigte Leser stelle sich an dieser Stelle ein leichtes Donnergrollen mit einem teuflischen Gelächter im Hintergrund vor.) Ylvi merkte schon gleich am Anfang das mit dem Ort etwas nicht stimmte. Die anderen Tiere waren alle sehr alt, wimmerten bzw. zitterten teilweise oder hatten grosse Verbände um ihre Bäuche oder Gliedmassen. Sie suchte erstmal Schutz unter dem Stuhl auf dem ich saß und beobachtete erstmal die Tiere die unter Wiederstand in die Behandlungsräume gezogen wurden aber dann meistens um so schneller diese dann wieder verliessen. Dann war Ylvi an der Reihe. Eigentlich wollten wir nur dem Tierarzt von dem alle aus der näheren Umgebung soviel hielten mehr oder weniger "Guten Tag"sagen. Wir stellten uns nach den ganzen nachbarschaftlichen Erzählungen einen älteren weise ausschauenden Herrn vor mit einem langen weissen Flauschebart. Aber nicht diesen komischen Yuppie Verschnitt, der da bemerkte:"Na Kleine, Du hast ja noch gar keine Impfungen bekommen.". Oder, Ylvie ??? ... und warum halten auf einmal zwei von diesen Helferinnen angebliche Leckerlis vor die Schnauze meines Hundes. Und was will Beelzebub auf einmal mit dem Ding da, auf dem eine Nadel steckt ??? Was soll da............ Es ging alles rasend schnell. Ich war nur noch damit beschäftigt Ylvi auf dem Tisch zu halten von dem sie ganz schnell runter wollte. Was Ylvi letztendlich von der ganzen Sache hielt zeigte sie dem Publikum indem sie eine grosse Pfütze auf dem Tisch hinterliess und um ihr den Ernst der Angelegenheit zu verdeutlichen gleich eine zweite wo dieses Abflussloch im Tisch war. Jetzt ist Ylvi um einen Impfpass und eine nicht zu umgehende Erfahrung reicher. Ich glaube ich war ein wenig schneller beim Verlassen der Praxis als Ylvi. Aber in vier Wochen müssen wir wieder in den Vorhof der Hölle. Es folgt eine Wiederholungsveranstaltung der Show "Gib Staupe, H.c.c., Parvovirose, Zwingerhusten, Leptospirose keine Chance".


Mittwoch, 26. September 2007

So lasset die Spiele beginnen

 

Ylvis Prozess des Einlebens hat die nächste Stufe erreicht: Spielen Sie spielt bis es nicht mehr geht. Alles wird gejagt was in einem Radius von zwei Metern von ihr entfernt ist. In unsere Schuhe und Hosenbeine wird gebissen, die Leine angenagt und ein ganz beliebtes Kauobjekt ist meine rechte Hand. ... und ganz heiss ist es durch das trockene Laub zu rennen auf der Wiese. Übrigens - den heutigen Tag hätte ich fast zum ersten Stubenreinen erklärt. Aber gegen 18:30 hat sie doch auf ihr Kissen gemacht. Wir bedienen uns generell der Methode Ylvi zu belohnen wenn sie ihr Business draussen macht und entfernen kommentarlos alles falls doch mal was in der heimischen Höhle landet. Ylvis prähistorische Vorfahren müssen das ähnlich gemacht haben um irgendwelche fiesen bis gefrässigen Rumtreiber vom heimischen Herd fernzuhalten. Heute verlief eigentlich alles ganz klasse ... aber dann ... aus irgendeinem Grund war der Fluss nicht mehr aufzuhalten. Obwohl sie ca. 60 Minuten vorher gleich zweimal auf die Wiese gemacht hat. Wir bleiben weiterhin am Ball ... und Ylvis Kissenbezug in der Waschmaschine.


Samstag, 29. September 2007

 

Watch your back, Mr. Midnight Killer

 

Boah ey ... seit Mittwoch ist hier der Spieltrieb ausgebrochen. Nein, nicht Poker oder so ... Ylvi tobt und spielt bis der Arzt kommt - und wenn wir sie nicht jedesmal bremsen würden, könnte das in der Tat wirklich passieren. Jeder Hund kann einen Magendreher bekommen - egal ob Welpe, ausgewachsener Hund, kleiner Rehpinscher oder irischer Wolfshund. Dank der Hinweise aus dem Broholmerforum wurden wir etwas konsequenter was das Beruhigen nach und vor dem Fressen angeht. Zuerst nahmen wir Ylvi immer ihre Bälle usw. weg, aber unsere kleine Dame hat entdeckt das sie ja auch ihre Rute jagen kann oder alternativ auf unseren Händen oder Füßen rumkauen kann. Aber wenn wir ihr den Rücken kraulen oder ihr Fell mit dem Striegler bearbeiten geht die Poweranzeige deutlich gegen null runter. Das Thema hätten wir also auch im Griff. Tschüß, Midnight Killer, verpiss dich und vermiss mich ... Erinnert ihr Euch noch an das Thema BARF bzw. Rohkost für den besten Freund des Homo Sapiens ??? Well, in der Hinsicht haben wir das Paradies für Mensch und Tier gefunden - und zwar in der Hölle von Offenbach. Ein kleiner Familienbetrieb der in Sachen Tiernahrung unterwegs ist verpackt und zerschnippelt das ganze Fleisch sofort für den schnellen Gebrauch. Na klar - es muss eingefroren werden und die Nacht vorher auftauen - aber dann geht das alles so schnell wie mit Trockenfutter auch. Echt cool ... Ach, ich hör da wieder die Inquisitoren von wegen Teuer und möglicher Krankheiten für den Hund nach ihren Fackeln und Forken grabschen. Also Jungs, lieber verbrenn ich meine Kohle für meinen Hund als für die nächste Karibikreise meines Tierarztes (Beelzebub, Dich schick ich in Rente ;-) ) und zum anderen ist das Risiko sich irgendwelche lustigen Krankheitserreger über das Trockenfutter einzufangen genauso gegeben. Am geilsten fand ich in der Hinsicht noch die Story wo Hunde und Katzen nach dem Verzehr von Trockenfutter wie besoffen durch die Gegend torkelten weil der Narkotika-Anteil in den geschredderten Tieren für das Trockenfutter viel zu hoch war. Also wir werden jetzt in puncto Ernährung einen anderen Weg gehen. C yu


Sonntag, 30. September 2007

Ylvi trifft Chip

 

Ylvi hat - glaube ich - ihre erste Freundschaft geschlossen. Und zwar zu einem Labrador Mix namens Chip. Wir gingen heute zur Hundeschule, die wir für Ylvi ausgesucht haben. Da war heute die Begleithundeprüfung angesagt. Leider kamen wir zu spät, um uns das komplette Ausmaß der Schlacht live und in Farbe zu geben und so erhielten wir nur noch das kurze nüchterne Management Summary vorgelegt. Zwei Hunde haben es leider nicht gepackt: Chip und seine Freundin Pepples - ein Beagle. Chip fiel - Erzählungen nach - durch weil er den Prüfer angebellt hat und nach dem ich noch einen kurzen Blick auf den Prüfer erhaschen konnte sage ich Euch - ich liebe den Charakter dieses Hundes. Da wälzte sich Tolkiens Vorlage für die Trolle an mir vorbei, grunzte ein kurzes "Bis zum nächsten Mal ..." und rollte direkt Richtung Ausgang. Der Typ wirkte schon auf den ersten Blick sympathisch wie ein Stück Holz. Chip, Ich hätte die wandelnde Wurst auch angebellt, wenn das nicht etwas komisch ausgesehen hätte. Ganz ehrlich. Ok - zurück zu Ylvi. Nachdem wir uns zusammen mit Ylvi ordentlich bei der Welpentrainerin vorgestellt haben und unsere kleine Broholmerdame vor Angst und Unsicherheit am liebsten zum Maulwurf mutiert wäre, zogen wir uns mit Chip in Begleitung seiner Clan Chefin auf eine Spielwiese für die Hunde zurück, wo die Vierbeiner auch mal ohne Leine wild rumtollen können. Und das war ja mal wieder was ganz neues. Da spielte unser kleines Hundemädchen nach ersten zaghaften Berührungen ausgelassen mit einem ausgewachsenen Labrador Mix, der vor Power nur so strotzte. Vergessen der komische Troll aus Mordor, ganz weit weg die versemmelte Prüfung - nur noch spielen war angesagt. Ja - die wilde Spielerei fand ihren Höhepunkt in einem nicht heftigen - aber für Ylvi erschreckenden - Zusammenstoss bei der Lauferei. Da die Kleine jedoch ca. zehn Minuten später Chip in die Rute beissen wollte, denke ich mal das sie ihren ersten Buddy gefunden hat. Zu Hause angekommen bekam Ylvi noch etwas zu fressen. Dann suchte sie sich ein Plätzchen und schlief unmittelbar danach ein. Bis heute abend werde ich von der kleinen Prinzessin wohl nichts mehr hören ...


Dienstag, 2. Oktober 2007

 

Der Crash

 

Bei grossen Hunden hat es die Natur so eingerichtet das im ersten Jahr erstmal eine Menge Energie in den physischen Wachstum des Hundes reingesteckt wird. ... und somit ist ein kleiner grosser Hund erstmal ein wenig damit überfordert was er so alles mit seinen verhältnismäßig langen Beinen anstellen kann bzw. was er damit anstellen soll oder vielleicht eher nicht. Unsere kleine Ylvi bekam heute ihr Abendessen - etwas früher, weil sie extrem quängelte. Randnotiz an meinen Psycho: Ich kann Menschen problemlos fertigmachen wenn es die Situation erfordert, aber bei einem 11 Wochen alten Welpen werde ich weich. Naja - und weil ich Softie ihr dann noch ein Leckerli besorgen wollte bin ich nochmal in die Küche getrabt. Ylvi scheint wohl gewittert zu haben das ich wegen ihr nochmal den Quell für kulinarische Genüße aufsuche und schoss wie eine Rakete hinterher. Bei diesem Kavalierstart lief irgendwas beim Koordinationsprozess des Bewegungsapparates schief. Ylvi stolperte im vollen Galopp über ihre Vorderbeine und krachte voll in den Türrahmen. Akkustisch vernahm ich ein mehrfaches winselndes Jaulen, das mich an das Weinen eines Kindes erinnerte. Ein humpelnder Gang war ebenfalls sofort erkennbar. Das linke vordere Bein konnte Ylvi nicht belasten. Zustand von mir: Alle Sensoren wurden sofort auf das Objekt Hund ausgerichtet und das medizinische Notfallprogramm wurde gestartet. Lucky me - Beelzebub, der Tierarzt hat sein animalisches Folterstudio nicht weit entfernt von unserer Höhle. In Rekordzeit war ich da und nachdem ich die zwei älteren Katzenbesitzerinnen, die vor mir da waren davon überzeugen konnte das es sich bei Ylvi a) um einen Notfall handelt b) der Hund ja sehr süß aussieht wie die Damen bemerkten und c) ich nicht gerade sehr entspannt wirkte waren wir auch gleich im Behandlungszimmer. Ylvi wurde diesmal nicht von ihrem Peiniger, den sie vom Impfen her kannte, untersucht sondern von einer Tierärztin, die wohl den eigentlichen Folterknecht vertreten hat. Diese untersuchte Ylvi sehr gründlich - vor allem nachdem Ylvi der Assistentin erstmal auf den Kittel gemacht hat. Ich bin doch immer wieder erstaunt darüber wieviel Flüssigkeit in dieser kleinen Hundeblase drin ist. Nun Ylvi humpelte erstmal noch, aber als die Tierärztin sie durchknetete gab die kleine Maus keinen Ton von sich. Fazit: Kein Knochen gebrochen, alle Bänder ok, die Kniescheibe dort wo sie hingehört und auch die kleinen Knochen an der Pfote scheinen alle ok zu sein. als Abschiedsgeschenk gabs noch 'ne Spritze für Ylvi. Ähhh ja, und mir gehts auch wieder gut nach dem Schrecken. Das Reglement zur Fütterung des Raubtieres wird einer Revision unterzogen, aber ich hol mir jetzt erstmal etwas zur Bruhigung der Nerven. Schokolade soll da ja ganz nützlich sein ...


Donnerstag, 4. Oktober 2007

 

"Stop using Pi as a Weapon"

 

Ja ja - Pat Benatar besang da ein anderes, für uns Menschen männlichen Geschlechts einfach zu händelndes Thema. Und während Menschenfrauen heutzutage aufgebrezelt bis zur Schmerzgrenze alles versuchen ihren Willen oder Wünsche bei uns einfach Gestrickten durchzusetzen, entdeckte Klein-Ylvi den Einsatz chemischer Kampfstoffe zum Erreichen ihrer Ambitionen. Genutzt wird ausschliesslich ein in Eigenproduktion hergestellte Substanz - basierend auf Ammoniak und sonstigen zersetzenden Stoffen die zur Nahrungsmittelverbrennung dienen - von uns kurz und knapp Pi genannt. Anspielungen an die mathematische Konstante waren bei der Begriffsfindung nicht gegeben. Bevorzugter Einsatzort: die heimische Höhle, provozierender Anlass: irgendeine Aktion des Topmanagements passte gerade nicht ... Well - nur zu gern würde ich unser kleines Hundemädchen als stubenrein deklarieren, aber der einmal tägliche Einsatz von Zewa Wisch und Weg Tüchern zeigen auf, dass dieser Zustand noch nicht erreicht ist. Aber wir können schon annoncieren, das unsere Nächte immer länger werden und bis dato vom Einsatz von größeren Kalibern abgesehen wird. Die erreichte Stubenreinheit würde ich so auf 90% schätzen ... Den letzten Teil des Weges werden wir auch noch schaffen.


Sonntag, 7. Oktober 2007

 

Ein bemerkenswerter Tag

 

...*Yeeeehaaaaa* ... gestern war der erste stubenreine Tag von Ylvi. Öffnet die Sektflaschen, ruft die Table Dancer rein und lasset auffahren mannigfaltig Speis und Trank, um zu erquicken Körper und Seele. Ort des geistigen Sieges über den Körper war Amorbach, Ylvis Zweithöhle - hauptsächlich bewohnt von der Schwiegermutter in spe, die ganz verknallt in das Gesicht von Ylvi war. Aber die ganze Sache ist noch recht labil. Als sich mal wieder fünf Leute - von der Gattung bayrische Dorfbewohner mehrheitlich weiblichen Geschlechts - auf der Strasse um Ylvi stellten und bekundeten was für einen süßen Labrador wir hätten, hielts die Kleine nicht mehr aus und liess alles auf den blanken Asphalt raus ... ... und ich konnte mich auch nicht mehr zurückhalten: Ey Leute - ich nenn' einen Broholmer mein eigen. An das ungläubige "Browas ???" hab ich mich schon gewöhnt und auch mit dem blanken Entsetzen in den Augen bei dem vereinfachten Begriff "Dänische Dogge" komm ich klar. Ich bin auch der Ansicht das die dümmste Frage immer die ist, die man nicht stellt. Aber wenn man partout nix zu sagen hat kann es einen weiter bringen, einfach mal die Klappe zu halten, oder ???


Mittwoch, 10. Oktober 2007

Der erste Schultag

 

Heute gabs für Ylvi die erste Welpenspielstunde. Was war das für ein Anblick. Hier, zu Hause mischt uns Ylvi ganz gut auf - aber auf den Spielplatz hab ich meine kleine Hundedame nicht wiedererkannt. Da drängte sie sich zuerst ganz eng an die Wand während die anderen Welpen rumtollten und dann verschanzte sie sich sogar hinter den anderen unbekannten Hundehaltern, die sie ja gar nicht kannte. Ylvi taute allerdings langsam auf und wollte dann mitspielen, als alle Hunde wieder an die Leine mussten. Das Spielchen mit der Überquerung einer Brücke hatte sie ziemlich schnell verstanden und beim Slalom laufen verpasste sie nur ein Tor. Danach wurde wieder rumgetollt ... wobei es teilweise ziemlich hart zur Sache ging oder zumindest sah es für mich so aus. Bemerkenswert fand ich das die kleinen Welpen sich von Ylvis Größe überhaupt nicht beeindruckt zeigten und sie immer wieder zum Spielen aufforderten, Ylvi aber wiederum nur mit dem Welpen spielen wollte der größer war als sie. Sie wehrte sich auch ordentlich wenn es ihr mal etwas zu wild wurde. Also ich bin rundum zufrieden mit dem ersten Hunde-Schultag. Fotos gibts beim nächsten Mal - diesmal hatte ich keine Gelegenheit Bilder zu machen. Eins ist mir aber noch beim Verhalten des anwesenden Homo Sapiens aufgefallen: Das Weibchen dieser Spezies nähert sich meinem Hund ausnahmslos mit den Worten "Gott, wie süß ist die denn" oder "Das ist ja noch ein kleines süßes Baby" während die Männchen die Kontaktaufnahme immer mit der Frage "Wie gross wird er denn?" eröffnen. Mir ist gerade danach, mich dann mal auf's heimische Sofa in der typischen Körperhaltung von Al Bundy zu begeben. Bis dann - und das mir jetzt keine rothaarigen Frauen über den Weg laufen.


Dienstag, 16. Oktober 2007

 

Ylvi und Knochen

 

In regelmäßigen Abständen bekommt unsere - nicht mehr kleine (Himmel, wo ist bloss der kleine Hund geblieben, den wir aus Dänemark geholt haben ???) - Ylvi einen Knochen von uns serviert. Anfänglich dachten wir zum einen ist es gut für den Hund und zum anderen glaubten wir unseren Hund auf Stunden mit dem Zermahlen von Hühner oder Rinderknochen beschäftigt zu wissen. Nun - unbestritten bleibt die Tatsache das Knochen gut für den Hund sind. Aber was die stundenlange Beschäftigung betrifft ist dieser Punkt für Ylvi schon obsolete. Die Gegenwart sieht so aus: Wir legen ihr den Knochen hin, verlassen nichtsahnend kurz die Küche und wenn wir wiederkommen sehen wir einen Hund - den man offiziell noch als Welpen bezeichnen darf - wie dieser sich genüsslich mit der Zunge übers Maul wischt. Unsere ersten Vermutungen tendieren immer in die Richtung das sie die Knochen versteckt und wir durchsuchen die Küche nach Knochenresten. Wir werden allerdings nie fündig. Ylvi tilgt Knochen inzwischen im Rekordtempo. Die einzigen Knochen die sie wirklich auf Stunden und Tage beschäftigt sind Beinknochen vom Rind. Wegen Größe und Konsistenz hat sie damit noch Mühe - alles andere ist in kürzester Zeit pulverisiert.


Mittwoch, 17. Oktober 2007

 

Kung Fu Fighting

 

Heute traf Ylvi den Meister Pai Mai. Bei Pai Mai handelt es sich um einen zwei Jahren alten reinrassigen Labrador der auf den Namen Lenny hört. Ich war ja schon von Chips Aussehen schwer beeindruckt, aber Lenny ist eine echte Dampflokomotive seiner Art. Ylvi und Lenny tobten ein wenig herum und zum ersten Mal verschwamm so ein wenig die Grenze wo man nicht unterscheiden konnte ob es sich noch um das sprichwörtliche Spiel handelte, edukative Maßnahmen oder um eine beginnende Keilerei. Wie auch immer ... jetzt pennt die Kleine erschöpft von ihren Versuchen Pai Mai ins Ohr zu beissen.


Donnerstag, 18. Oktober 2007

 

Welpenspielstunde - Teil II:

 

Dirty Ylvi aka PeacemakerBeeindruckt von der Begegnung mit Pai Mai vergass ich ganz zu berichten was sich noch am Mittwochabend in der Welpenspielstunde zutrug. Man erinnere sich kurz an das folgende Bild der letzten Woche: Ylvi drückt sich ganz eng an die Wand, entdeckte ihre Liebe zum Tunneltiefbau und war ganz erschrocken wenn sie mal von einem kleinen Welpen angebellt wurde. Diese Ylvi gibt es nicht mehr. Vielmehr präsentierte sich eine spielwütige und komplett extrovertierte Hundedame, die sich wie wild mit den anderen Welpen balgte und ganz gezielt Grenzen aufzeigte wie weit ein Spiel denn gehen darf. Der Höhepunkt bildete die Szene wie Ylvi plötzlich einen Schäferhundwelpen niederrang und mit ihren beiden Vorderpfoten auf ihm stand. Auch die anschliessenden Disziplinübungen absolvierte Ylvi als ob sie jahrelang nichts anderes gemacht hätte (Tunnellauf und Slalomlauf mit sehr weiten Toren). Bei der Welpenspielstunde wurden keine Tiere verletzt oder irgendwie falsch behandelt ... aber es lag ganz deutlich eine neue Stimmung in der Luft. Watch out, Mainhattan - da kommt ein Broholmer ;-)


Montag, 22. Oktober 2007

 

Ylvi auf der Hanni & Nanni Farm

 

Am Wochenende besuchte Ylvi zum ersten Mal einen Reiterhof. Das Bild das sie abgab bei dem sie die Pferde zum spielen aufforderte sah ziemlich witzig aus. Die grossen Tiere beugten sich einmal kurz zur ihr runter, schnaubten die Kleine an und widmeten sich dann wieder einer viel geileren Beschäftigung, genannt Heu fressen. Ylvi versuchte dann die Aufmerksamkeit der Kolosse zu erringen indem sie den Pferden an die Hufe sprang oder versuchte den Schweif zu greifen. Das fanden wir, die Rudelleitung, wiederum nicht so klasse, da wir keine Lust hatten eine zerquetschte Ylvi zu beweinen und nahmen die Dame wieder an die Schleppleine. Zum Glück gabs noch jede Menge andere Hunde auf dem Hof. Bei einem drei Monate alten Jack Russell Terrier - genannt Strolchi - verscherzte sich Ylvi allerdings die Freundschaft, da sie den Kleinen mit ihrer Pfote voll am Kopf erwischte beim Spielen. Man muss dazu sagen das Ylvis Pfote halb so gross wie der Kopf von Strolchi ist. Aber ihr dicker Kumpel auf dem Hof wurde ein Rodesian Ridgeback mit dem Namen Harry, sechs Monate alt. Der erhielt die Lektion das man zu Damen, auch wenn sie kleiner und jünger sind nett sein muss im Leben. Nachdem sein Kopf auch Bekanntschaft mit Ylvis Pfote geschlossen hatte erkundeten beide den Rest des Tages die Millionen Pferdeäpfel, die da so rumlagen ... Fazit am Ende des Tages: Hund ausgepowert, keine Verletzten zu beklagen und alle sind zufrieden ;-)

 


Dienstag, 23. Oktober 2007

 

Ylvi beweist Klasse

 

Ylvi muss blaues Blut haben. Ihre Meinung und Wertschätzung zur breiten Boulevardpresse entspricht dem Meinungsbild der meisten europäischen Königshäuser und Adelsfamilien. So sind sie, die Broholmer. Sie haben Stil, Klasse, Courage ... und werden nicht abschätzend behandelt wenn sie mal an irgend eine Mauer in aller Öffentlichkeit pinkeln.

 


Dienstag, 30. Oktober 2007

 

Echt Klasse

 

Ylvi entwickelt ihr Stilbewusstsein weiter. Das alte blaue Kissen von Ikea passte nach Ansicht der kleinen Dame nicht zu dem hellen Sofa. Die kreative Reorganisation selbst fand in einer relativ kleinen Zeitlücke statt - ca. 60 Minuten - zwischen meinem Verlassen der Höhle und der Ankunft des Hundesitters. Dieser schoss dann dieses Bild.... und ich meine in der Gesichtsmimik von Ylvi das Statement gesehen zu haben, das der Wellensittich der Künstler war.Junge Dame, jetzt gehts ins Internat.

 


Montag, 5. November 2007

Ylvis Wachstum

 

Ylvi wächst und gedeiht unaufhaltsam ... Ein kurzer technischer Abriss: Ylvi ist immer noch ein Welpe, 15 Wochen alt, 14 kg schwer, Wristhöhe ca. 40 cm und ist somit die jüngste und grösste in der Welpenspielstunde. ... und sie nimmt alles ins Maul was nur irgendwie annähernd verdaubar aussieht oder nur ansatzweise danach riecht. Sehr auffällig ist das inzwischen nur noch aktive Hundehalter (oder Menschen, die jemals einen Hund besessen haben) Ylvi noch als Welpen auf Anhieb erkennen. Menschen, die nie einen Hund besessen haben oder sich nicht mit der Materie auseinandergesetzt haben schauen die kleine Dame schon etwas respektvoller an. Auch diese nervigen Statements bzw. Anfragen wie z.B. "Oh Gott, wie süß", "Wie gross wird er denn ???" oder "Was ist denn ein Broholmer ???" verstummen langsam. Für die allgemeine Öffentlichkeit wird es langsam nur noch interessant ob ich nach Ylvis Stuhlgang mit einer Tüte den Unrat wegschaffe oder inzwischen zwei brauche ... Im Umgang mit anderen Hunden wurde Ylvi extrem selbstsicher. Sie geht mit einem potentiellen Spielgefährten sofort auf volle Tuchfühlung und zwar bis ihr Spielgefährte die Grenze aufzeigt. Das hört sich dann meistens - durch das Geknurre und das gegenseitige Angebelle - sehr gefährlich an, ist aber unterm Strich nur die Ansage wie weit es gehen darf mit dem Spiel. Hmm ... ist ja fast wie bei der Spezies Mensch.


Mittwoch, 7. November 2007

Ninja Ylvi

 

Auch das zweite Ikea Kissen wurde jetzt in einer stillen Minute schnell und unter Ausschluß der Öffentlichkeit zu Grabe bzw. zur Mülltonne getragen. Fast 10 Jahre hat es mir treue Dienste geleistet - was für ein Ikea Produkt schon ein stolzes Alter ist, oder ??? Bemerkenswert ist diesmal aber die Art und Weise wie das Kissen im selben Umfang geschreddert wurde wie das erste (Siehe Eintrag vom 30.9.07). Wir - das Rudel Topmanagement - waren nämlich in der Höhle anwesend oder genauer gesagt, wir saßen zum Zeitpunkt des Attentats im Nachbarraum. Wir hörten nichts und wähnten den Hund schlafen, da wir noch kurz vorher eine Runde mit ihr um den Häuserblock gedreht haben. In Wirklichkeit wurde aber das alte blaue Ikea Kissen durch den Ninja-Do Broholmer Fleischwolf gedreht. Jetzt weiss ich warum diese Hunde eine schwarze Maske haben. Es sind Schattenkrieger.


Mittwoch, 14. November 2007

 

Eine neue Höhle wird gesucht

 

Im Moment lassen die Einträge etwas nach - das ist wahr. Und das hat im Moment den einfachen Grund das wir - das Rudel Top Management - eine neue Höhle für uns suchen. Ylvi selbst findet das alles ganz lustig. Gelegentlich wurden fremde Gärten ihrerseits einfach annektiert und neugierigen Beobachter wurden mit einem kurzen Bellen klargemacht sich zu verdrücken. Ansonsten gehts der Kleinen Bestens. 15 Kilo Broholmerpower, bewegen sich in einer Wristhöhe von 47 cm durch Mainhattan und sorgen mit einem aufmerksamen Blick für Ruhe und Ordnung - glaubt die Kleine wenigstens ;-) Zum Thema Hund als Kommunikationsmedium hatten wir allerdings noch ein nettes Erlebnis. Letztes Wochenende drehten wir wieder unsere Runde am Mainufer als mal wieder eine Dame stehen blieb und uns fragte um was für ein Rasse es sich bei dem Hund handelte. Als ich schon wieder meine Rede vom Broholmer und der fehlerhaften aber gängigen Bezeichnung Dänische Dogge runterleiern wollte wurde ich von meiner Freundin mit dem Satz:"Sie haben doch früher bei Goldman Sachs gearbeitet" unerbrochen ... So trafen sich also über Ylvi zwei ehemalige Arbeitskolleginnen wieder. Es wurden lustig Adressen, Mailadressen usw. ausgetauscht und Ylvi rann mit mir die Wiese rauf und runter ... By the way ... wir haben wieder die Interesse bei einem poteniellen Hundehalter für Broholmer geweckt. Nice


Samstag, 17. November 2007

 

Wat war'n dat ???

 

In der heutigen Welpenspielsstunde ist etwas passiert was mich kurz vom Glauben abfallen liess: Meine kleine Hundedame hat sich heute einen Beagle - männlich - geschnappt und ist auf ihn aufgeritten. Die Szene sah eher so aus wie: "Komm her, Du willst es doch auch.". Dem Beagle hat das nicht so dolle gefallen und er hatte alle Mühe sich von Ylvi zu befreien ... und ich stand da und dachte die Mädels liegen immer unten. Inzwischen wurde ich darüber informiert das das beim Welpenspiel absolut normal ist das auch die Mädels mal von oben diese lustig wirkende Reiterbewegung machen. Weltbild ist wieder in Ordnung, Ylvi gehts gut und ich bin auch wiieder beruhigt.


Montag, 19. November 2007

 

Breaking News: Plastikbecher verschwunden

 

Gerade hat meine Hundenanny angerufen: Ylvi verzehrte einen Plastikbecher. Diesen Becher benutzen wir eigentlich um ihr eine bestimmte Menge an getreidefreien Trockenfutter zu geben, weil wir unserer Hundenanny nicht zumuten wollen rohes Fleisch zu schneiden oder den doch teilweise wiederlichen Duft von grünen Pansen einzuatmen. Bis jetzt scheint es Ylvi gut zu gehen. Sie kotzt nicht und macht auch sonst keine Anstalten das sie irgendwie Bauchweh hätte. Ich werde gleich nach Hause gehen und mir ein Bild von der Situation machen. Dann werde ich mit Ylvi einen sehr langen Walk durch das Revier machen und mir dabei überlegen ob ich ihr nicht einen Job bei der städtischen Müllabfuhr beschaffe ... und zwar als Endlager.


Montag, 19. November 2007

 

Breaking News: Plastikbecher verschwunden II

 

... und wieder ein Anruf meiner Hundenanny: Der Plastikbecher wurde gefunden. Zerfetzt - aber fein säuberlich abgeleckt - wurden die Einzelteile unter einem Regal gefunden. Ich bin eindeutig zu alt für sowas ... Das rumpelnde Geräusch im Hintergrund war der Stein der von meiner adrenalingeschwängerten Pumpe runterfiel. Trotzdem wird Ylvi gleich eine Riesenrunde am Mainufer drehen - bis ihr Magen leer ist oder mir die Beine wehtun. Es ist unglaublich - der Hund vertilgt inzwischen mit allen Leckerlis und Hauptmahlzeiten locker 500 Gramm am Tag - und hat trotz allem diesen Blick "Ich bin ein armes kleines Hundi, das den ganzen Tag nichts zu fressen bekommt". Furcht bemächtigt sich meiner bei dem Gedanken falls Ylvi jemals rausbekommt wie der Kühlschrank funktioniert.


Mittwoch, 21. November 2007

 

The Wall

 

Ylvi muss ein Fan von Pink Floyd sein - obwohl ich gar keine Pink Floyd Mucke besitze. Ihre neuste Leibspeise sind die Wände unserer Wohnung. Naja - noch nicht exakt die Wände aber immerhin die Tapeten. Andere Gegenstände wie z.B. hölzerne Stuhlbeine, Sofateile oder Kabel blieben bis jetzt unversehrt. Dafür hab ich jetzt zwei fette Löcher in der Tapete im Flur. Vermutung: Ich glaube die nächste Zahngeneration - die grosse, fiese - will ihre Position einnehmen. ... und ich werde mir einen Malermeister suchen müssen wenn das Al Dente Thema durch ist.


Montag, 26. November 2007

 

Das Wochenende war für den Hund

 

... und das in - fast !!! - jeder Hinsicht. Es begann mit der Welpenspielstunde. Unsere allseits geschätzte Trainerin eröffnete die Stunde - wohl für die neuen Teilnehmer - mit den Worten: "Ylvi ist die Jüngste und muss daher noch nicht ernst genommen werden.". Warten wir es ab ... Das anwesende Rudel bestehend aus Welpen, die ich alle inzwischen total mag wurde in zwei Gruppen eingeteilt. Eine Truppe durfte mit den Übungen anfangen, die andere durfte gleich mit der Spielerei anfangen. Ylvi die sich mal wieder lautstark in Szene setzte wurde in die erste Spielgruppe gesetzt. Keine zwei Minuten später ging das Gerenne los ... Wir erinnern uns an den kleinen Beagle auf den Ylvi aufritt und dieser sich mit einem Zwicken beissender Natur in Ylvis Bauch befreite ??? Es wird Zeit das ich den kleinen Krieger mal mit Namen erwähne: Caruso. Ich kann nicht mehr rekonstruieren wann es geschah oder wie. Auf jeden Fall stürzte sich Ylvi wieder auf Caruso und begann mit ihm einen Ringkampf. Durch Caruso und Pepples - ihres Zeichen eigensinnig bei Prüfungen - kann ich Beagle inzwischen sehr gut leiden. Ich find die echt klasse. Beagles sind stur wie die Ochsen, zäh wie Leder und unverwüstlich wie die Cheops Pyramide. ... und dank dieses stahlharten Charakters wurde Ylvis Kampfstil immer rauher, der dann im fletschen der Zähne gipfelte. Ach so - nicht zu vergessen der lautstarke Zwischenruf der Trainerin, der die beiden Profiringer wieder trennte. Eine Bemerkung am Rande: Es ist wichtig das sowas unter Einsatz der Stimme funktioniert. Es funktionierte auch - bloss nicht lange. Keine dreissig Sekunden lagen sich Caruso und Ylvi wieder gegenseitig im Fell, schenkten sich nix und wurden wieder durch einen lautstarken Zwischenruf der Trainerin getrennt. Mein Trommelfell trennte sich zu Glück nicht von meinem Ohr. Die Spielerei war aber für Ylvi gelaufen. Es gab noch eine Handvoll Übungen die die Kleine wundervoll meisterte - vor allem die Nummer mit dem Tunnel. Fazit: Ylvi scheint wie geschaffen für das Obediance Training zu sein. Baby, Dein weiterer Ausbildungsweg ist geregelt ;-) Aber Ylvis Actionprogramm war an dem Samstag noch nicht gelaufen. Es ging weiter zum Reiterhof. Dort traf sie Harry und Strolchi wieder. Strolchi - vollkommen unbeeindruckt von Ylvis 50 cm Wristhöhe - war von Ylvis Mittagessen dafür umso beeindruckter. Ich teilte brüderlich und beschiss schwesterlich zwischen den beiden damit sich erst gar nicht sowas wie Kämpfen um das Futter zwischen den beiden entwickelte. Dann kam Harry zum spielen - und ich glaube er wird es sich das nächste Mal überlegen ob er mit Ylvi nochmal spielt. Das Gerangel lief eigentlich recht normal zwischen den beiden ab. Ok Harry überrannte Ylvi einmal recht kräftig, aber da Harrys Rudeltopmanagerin Tierärztin ist blieb ich entspannt. Allerdings übernahm Ylvi die Kontrolle indem sie Harry über Knurren fernsteuerte sprich sie kontrollierte Harry über Knurrtöne wie weit und ob er überhaupt mit ihr spielen durfte. Sind weibliche Wesen etwa doch die wirklichen Alphatiere in der Natur ??? Uhhhh ... es fröstelt mich.


Montag, 3. Dezember 2007

 

Yippie Ya Yeah, Schweinebacke

 

...Ylvi beendete letzte Woche Donnerstag ihren Tierarzt Marathon in puncto Impfungen. Ihre Begeisterung über den eigentlichen Prozess hielt sich in Grenzen. In das Behandlungszimmer selbst bekam man sie nur mit einem Trick. Die Assistenten hielt Ylvi fest und meine Freundin betrat das Zimmer - und schwupps - war die kleine Dame auch drinnen. Als sie dann die Stimme des Arztes hörte ging ihr Kopf in Hab-Acht-Stellung (sprich der Kopf streckte sich nach oben wie ein U-Boot Periskop) und als selbiger dann noch den Behandlungsraum betrat war der Unterschied zwischen einem Broholmer und einer kleinen verängstigten Maus nicht wirklich gross. Der Rest der Veranstaltung war Programm. Ylvi verteilte zur Freude aller Beteiligten ihre Flüssigexkremente quer im Raum und musste dafür im Gegenzug zwei Spritzen einkassieren. Eine davon war *trommelwirbel, tusch* die langersehnte Tollwutimpfung. ... und damit ist das Thema Impfung für uns - und Ylvi - abgefrühstückt. Tschüß, Beelzebub, wir sehen Dich in drei Jahren wieder. Oder hast Du ernsthaft geglaubt das wir schon nächstes Jahr zu einer Tollwutimpfung wiederkommen ??? Deinen Karibikurlaub musst Du dir schon anders finanzieren - wir machen da nicht mehr mit. Ylvi war noch zwei Tage ziemlich platt von der Impfung - am dritten Tag war ihr das normale Schrittempo beim "Gassi-gehen" zu langweilig und sie entschied das es besser ist zu rennen - 2 km im Vollgalopp. Der Kleinen geht es gut und ich habe inzwischen meine Lunge auch wiedergefunden ....


Mittwoch, 5. Dezember 2007

 

Zwischenbericht

 

So ... Ylvi ist - zusammen mit meiner Freundin - familienbedingt auf einem Kurzurlaub in Bayern. Daher nehm ich die Pause mal zum Anlass um einen Status Quo zu berichten: Ylvi hat inzwischen die 50 cm Wristhöhe sowie die 20 kg Marke geknackt. Sowie die Wand, bei der sie kürzlich zaghaft anfing die Tapete anzuknabbern. Das Loch im Putz hat einen Durchmesser von 10 cm und ist ca. 3 cm tief - und ja man sieht jetzt die nackten Ziegel. Was uns so irritiert ist das Ylvi immer an der selben Stelle ihre Bauarbeiten verrichtet. In der Wohnung selbst gibt es einfacher zu zerstörende Dinge, die sie aber partout nicht anrührt. Komisch Ding ... In puncto Futter vertilgt sie fast ein Kilo rohes Fleisch am Tag. Fett ist sie nicht, die Rippen sind problemlos ohne Druck zu fühlen. Aktuelle Fotos stell ich am WE ein. Fazit: Ylvi macht mir sehr viel Freude und ich ertappte mich bei dem Gefühl das ich sie doch schon vermisse. Naja - bis Sonntag werde ich es schon irgendwie schaffen ;-)


Mittwoch, 12. Dezember 2007

 

Darf es ein bisschen mehr sein ...

 

...aber gerne doch. Wieviel hätten sie denn gerne ??? Die Liste der Personen, die Ylvi unbedingt kennen lernen wollen wird immer länger. Besonders beeindruckt bin ich von den Banken Beppis, die uns dabei so cool unterstützt haben Ylvi aus Dänemark zu schleusen. Jungs, von Autos versteht ihr was - keine Frage. Und über alles andere soll die Geschichte urteilen ... Januar 2008 werdet ihr euer Date mit der Dänin haben. Bunkert schon mal ein Ersatzhemd im Office, denn wenn Ylvi eure Räumlichkeiten betritt wird wahrscheinlich nur noch mein Hund mit seiner Stubenreinheit authentisch protzen können. Dann sind da noch meine unmittelbaren Kollegen, die sich noch so gar nichts unter einem Broholmer vorstellen können. Im Januar werdet ihr weiser sein. Last but not least muss ich noch ein Gipfeltreffen mit Ylvi und Eve (aus dem Broholmerforum) arrangieren. Es kann ja nicht angehen, das ihre Freundin durch einen dummen Zufall Ylvi gesehen hat - und da war Ylvi noch klein (Shit, wo ist nur der kleine Hund geblieben den wir aus Dänemark geholt haben ?!?) Ach ja, und wir spielen sehr hart mit der Idee am 27.1.08 nach Arenda (NL) zu fahren damit Ylvi mal sieht das sie nicht der einzige Broholmer auf dem Globus ist. Das könnte cool werden ... Ok - und die Fotoalben hab ich mal ganz wild mit alten und neuen Fotos vollgepumpt. Plus einem neuen, das die Zerstörungskraft einer Broholmerdame aufzeigen soll. Ylvi selbst geht es sehr gut bis prächtig - und wir - das Rudel Topmanagement - sind auch topfit und gut druff ...


Freitag, 21. Dezember 2007

 

Je ne suis pas une trasseur ...

 

... aber einen parcour durfte ich trotzdem heute laufen. Ylvi ist ein ziemlich cleveres Mädchen wenn es darum geht sich von Dingen zu befreien, die sie im passenden Moment ziemlich stören. So auch heute ... Heute früh erledigten wir wieder in einer Seitenstrasse das übliche Business, was so ziemlich jeder Hund nach dem Frühstück erledigen muss. Ich trabte gerade zielstrebig mit Ylvi zurück zur heimischen Höhle, als auf der anderen Strassenseite ein Schäferhundwelpe daher kam. Da ich zügig an den Ort musste, wo ich einen Grossteil meiner Zeit verbringe damit Ylvi auch morgen noch ihren Pansen bekommt zog ich sie - nicht stark, aber schon bestimmend - in Richtung Heimathöhle. Welpenspielereien standen somit nicht auf der Agenda. Ylvi sah das aber anders ... Blitzschnell entwand sie sich ihrem neuen Halsband und flitzte nackend über die Strasse zu ihrem neuen Spielgefährten. Ich hinterher, fluchend mit einem leeren Halsband an meiner Seite. Ylvi sah das, fand das Laufspiel wohl viel spannender, liess von dem Welpen ab und rannte die Strasse runter - und mit Strasse meine ich den Teil wo in der Regel Autos zu fahren pflegen. Gewonnene Erkenntis: Ylvi ist eindeutig schneller im Sprinten als ich, aber ich bin audauernder. Wir hatten ein saumäßiges Glück das - in den fünf längsten Minuten des Tages für mich - kein fahrendes Auto auf der Strasse war. Dafür aber ein paar grinsende bis lachende Fussgänger. Dem Hund gehts gut, ich musste nur verschwitzt zum Job und ich werde die Anschaffung eines klassischen Fussgewichts wie die Sträflinge in Amerika sie mal hatten in nähere Erwägung ziehen.


Donnerstag, 27. Dezember 2007

 

Der nächste Meilenstein steht an Silvester.

 

Ein Freund von mir ist stolzer Besitzer einer riesigen deutschen Dogge - ein Rüde. Ein echter Gigant seiner Spezies. Seines stattlichen Erscheinungbildes voll bewusst bewegt sich dieser Stier von einem Hund durchs Leben und dominiert allein durch den Blick seine unmittelbare Umgebung. "Voila, un chien" würde es selbst Bismarck beim Anblick dieses Tieres entfahren. Dann erlebte dieser Doggen-Goliath sein erstes Silvester in einem kleinen Städtchen im Hoch Taunus. Mein Freund ging auf die Strasse um sich die Silvestervorstellung zu geben, liess die Dogge aber zurück im Haus. Ein paar Familienväter ballerten ein wenig rum, um ihre Kinder zu begeistern, die Feuerwehr - zwar voll besetzt - langweilte sich gewohnt und der ganze Spass war auch nach ca. 15 Minuten vorbei. "Voila, was für eine Scheisse" wäre meine Bemerkung gewesen, wenn ich das gesehen hätte was man mir beschrieben hatte. Bei der Rückkehr in das Haus wurde mein Freund vom Geruch überwältigt, die so ein zehn Liter Durchfall Exkrement, wunderbar zentral im Hausflur positioniert, produziert. Auch der Stolz jahrhunderteralter germanischer Hundezucht hatte mehr gemeinsam mit einem zitternden, frisch rasierten Pudel. ... und das ganze Durchfall Theater lief drei Tage. Well ... also wir verbringen Ylvis erstes Silvester in einem Frankfurter Randgebiet - kurz vor Offenbach. Ihr grosser Kumpel Chip wird ihr Gesellschaft leisten. Das kräftige Geballer in der Grosstadt werden wir entfernt sehen und höhren können. Bin gespannte wie die kleine Maus das wegstecken wird. Auf jeden Fall werde ich dafür sorgen Wischmopp, Eimer und Schippe in sicherer Griffweite zu wissen.


Donnerstag, 3. Januar 2008

 

Kaum im neuen Jahr angekommen ...

 

... gabs schon jede Menge Action. Um es gleich vorweg zu nehmen: Das Silvester Event hat Ylvi nahezu perfekt und Durchfallos überstanden. Das Rumgeballer selbst liess sie ziemlich kalt - bloss der hohe Pfeifton der startenden Raketen machte ihr zu schaffen, so dass sie sich ziemlich schnell in eine scheinbar ruhigere Ecke verzog. Sie verbrachte die Party mit zwei Labradorhunden. Der eine war Chip - hier schon öfters erwähnt - und die andere war Linn. Letztere erwähnte Hundedame zeichnete sich durch ein extrem sichtbares Übergewicht aus. Aber Linn war auch Ylvis bevorzugte Spielgefährtin des Abends. Monstermacho Chip war mit der Knallerei nämlich alles andere als einverstanden und suchte sein Heil unter einem Schreibtisch. Die Spielerei mit Linn verlief auch gar nicht schlecht, bis Ylvi wieder mal auf die Idee kam die Königin zu markieren per Aufreiten des Spielpartners. Ganz klar das Linn sich das nicht so ohne weiteres gefallen liess und unter Einsatz ihrer 40 Kilo auch Ylvi mal zeigte das Größe nicht alles ist im Leben. Soweit ich alles überlicken konnte gab es keine Verletzten unter den Vier- oder Zweibeinern - und Chip traute sich am 2. Jan auch schon wieder unter seinem Schreibtisch hervor. Im neuen Jahr besuchten wir dann gleich die Kameraden, die uns im September 2007 dabei unterstützten Ylvi aus Dänemark zu holen. Well - die haben sich Ylvi etwas anders vorgestellt. Einem fünf Monate alten Welpen traut man keine Wideristhöhe von 56 cm zu ;-) Elf Menschen bestaunten -im Halbkreis ausfgestellt - das Tier als ob diese noch nie zuvor einen Hund gesehen hätten. Ylvi war das ganze Spektakel nicht ganz geheuer und mir rann der Angstschweiss runter, weil ich fürchtete das Ylvi jederzeit vor Aufregung eine Amoniakbombe in deren Büroräumen plazieren könnte. Sie fand den Officeteppich aber viel schöner zum kuscheln und rumwälzen. Die befürchtete Blasenentleerung fand erst draussen auf der Strasse statt. Hurra, mein Hund ist definitiv Stubenrein ;-D Also wir sind alle gut im neuen Jahr angekommen - in diesem Sinn wünsch ich allen ein gutes, aufregendes und erfolgreiches Jahr 2008 .


Freitag, 4. Januar 2008

 

Leine(n) los

 

Ylvi hat ein neues Spiel- und Spaßareal: Den hiesigen Stadtwald bei Sachsenhausen. Hierbei handelt es sich um ein verhältnismäßig grosses Gebiet, das eingezäunt ist. Richtig klasse für kleine Broholmerwelpen, die mal das Gaspedal durchdrücken wollen. Es ist auch genial für alle Hundehalter Mainhattans. Die Darm- und Blasenendprodukte werden direkt und natürlich weiterverarbeitet - d.h. das manchmal lästige Zusammenklauben von dem Mist und die verzweifelte Suche nach einem passenden Mülleimer entfällt. Und es ist natürlich megageil ohne Leine durch die Pampa zu brettern. Weniger geil fand ich es allerdings als auf einmal ein Schäferhund auftauchte und von der abgeleinten Ylvi zum Spielkumpanen des angefangenen Jahres gekürt wurde. Nun, der Schäferhund war etwas älter als Ylvi - so rund 10 Jahre - und zeigte absolutes Nullinteresse an der kleinen Dänin. Auch der Besitzer des Schäferhundes bedachte Ylvi kaum mit Aufmerksamkeit. Dieser Umstand machte die kleine Dame so wild an, dass sie sich entschloss wenigstens die Aufmerksamkeit des Schäferhundes zu erobern indem sie ihn anbellte und um ihn herum sprang. Dabei entfernte sich Ylvi weiter als gewohnt von mir, da der Schäferhund inkl. Besitzer sich konsequent von mir weg bewegten. Als der Abstand zu mir so ca. 100 Meter betrug gab Ylvi auf und flitzte wie eine Rakete zu mir zurück. Es war schön zu sehen das die Kleine mich für einen Spielkumpanen nicht aufgab, obwohl ich manchmal das Gefühl habe das sie für ein Leckerli ihre rechte Pfote an den Meistbietenden verschachern würde, wenn sie könnte. Zurück in der Heimathöhle gabs dann das erste Erlebnis mit einem Briefträger der GLS. Oder sollte ich besser sagen den ersten Zusammenstoss eines GLS Paketlieferanten mit einem Broholmer ??? Es klingelte am späten Nachmittag - für mich unerwartet - an der Tür. Noch unerwarteter war die Geschwindigkeit mit der Ylvi aus der Tür rausschoss um den ehrenwerten Zusteller des bestellten Hundespielzeugs in Empfang zu nehmen. Als dieser Ylvi gewahr wurde erreichte mich die etwas zaghafte Frage ob er an ihr vorbei könnte. "Na klar, schön das sie pünktlich zur Futterzeit vorbeikommen. Nehmen Sie Platz. Haben sie noch einen Wunsch? Eine letzte Zigarette vielleicht?", hätte ich am liebsten geantwortet. So sammelte ich nur die 25 Kilo kompakte Bropower ein, verstaute sie rasch im Wohnzimmer und nahm das Paket in Empfang, das neben einigen ergänzenden Nahrungsmitteln für den Hund auch einen weiteren Kong enthielt. Den Lieferanten liessen wir wieder - komplett an einem Stück, unangebissen und unverdaut - wieder seiner Wege ziehen. Ylvi ist gut drauf.


Sonntag, 6. Januar 2008

 

Hello again. Ich bins, Ylvi!

 

Die meisten Menschen (und Hunde) aus unserem unmittelbaren Bekanntenkreis konnten über die letzten Monate hinweg, langsam und stetig die Entwicklung von Ylvi beobachten. Ihrer Rasse scheint es gegeben zu sein, dass die Welpen in den ersten Monaten einen grossen Schuss in die Höhe machen, um sich dann - etwas verlangsamt - in die Breite und in die Höhe zu entwickeln. Wenn man das laufend verfolgen konnte, war man nicht wirklich überrascht das Ylvi irgendwann eine Hausnummer größer ausfällt als andere Hunde. Diesmal konnte aber noch jemand wirklich überrascht werden: Lenny, die Labrador Dampflokomotive, den ich in einem früheren Eintrag Pai Mai taufte. Als Ylvi noch ein Bonsai Broholmer war, war er nicht sonderlich beeindruckt von der kleinen Maus. Ja, da war irgendwas was auf eine nervende Art und Weise versuchte an seinem Ohr rumzuzwicken oder auf seinem Bauch rumspielte, aber wirklich aus der Ruhe gebracht hat das den guten Lenny nicht wirklich. Wir verabredeten uns mit Lennys Topmanagement heute zu einer größeren Runde in Ylvis neuem Spielparadies, dem Stadtwald. Die Welt sah für einen Labrador heute ein wenig neu geordnet aus. Es war offensichtlich ungewohnt für Lenny, dass er Ylvi direkt in die Augen schauen konnte. Noch ungewöhnlicher war die Tatsache das der ehemalige Broholmerzwerg seine Vorderbeine auf seinen Rücken schwang und so unweibliche Bewegungen aus der Hüfter heraus ... aber lassen wir das. Es ist und bleibt Ylvis Lieblingsspiel bei grossen Hunden. Lenny und Ylvi tobten und spielten sehr schön ca. 90 Minuten im Stadtwald. Lenny war am Ende so gefordert das seine Chiefs uns versicherten das er wie ein Englein schlafen würde sobald Ylvi weg wäre. Ich weiss nicht ob das für Lenny zutraf, aber für Ylvi kann ich das problemlos bestätigen. Die Kleine schlief nach dem Gang durch den Wald mehrere Stunden am Stück, tief und fest wie ein Stein. Alas - Ich glaube Ylvis Welpenzeit tritt in die Endphase ein.


Mittwoch, 16. Januar 2008

 

Grenzwerte

 

Ylvi bekommt in letzter Zeit immer öfters ihre Grenzen von anderen Hunden aufgezeigt. Der erste, der ihr zeigte das sie - trotz Größe und Gewicht - noch nicht in der Liga für Erwachsene spielen darf, war Lenny. Bei unserem letzten Lauf durch Mainhattans Stadtwald bolzten die beiden noch wie gewohnt miteinander rum - bis es Lenny kurz vor Ende der Runde zuviel wurde und bei Ylvi, zum ersten Mal in ihrem Leben, der Kamm am Rücken hochging. Das zweite grenzwertige Erlebnis kam gleich einen Tag später als Ylvi auf Lilly traf. Erst wurde verhältnismäßig ruhig gespielt - und keine 10 Minuten stand ihr Kamm wieder in Richtung Himmel plus einem leichten Knurrgeräusch. ... und last but not least war da noch die kleine Hundedame Flocke - 15 Jahre alt und auf beiden Augen blind. Sie verscheuchte Ylvi durch pures Bellen. Ylvi fuhr zwar nicht den Kamm aus oder knurrte irgendwie, suchte aber doch schnell und zielsicher das Weite. Am 19.1 startet wieder die Welpenspielstunde für Ylvi - Zeit wird's ...


Montag, 28. Januar 2008

 

Ylvi auf grosser Fahrt

 

Diesmal wurde ein verlängertes Ausflugswochenende für Ylvi organisiert. Für die Wikingerin standen zwei Ziele an. Zuerst sollte Düsseldorf erobert werden, gefolgt von einem Zug in die benachbarte Niederlande. Als Drachenboot Ersatz wurde ein VW Passat von Europcar gekapert. Eigentlich war es unser Plan Ylvi an den Heckladeraum eines Kombis (z.B. VW Passat) zu gewöhnen. Nachdem sich die kleine Dame unser Anliegen im wahrsten Sinne des Wortes nochmal durch den Kopf gehen liess und dann versuchte auf die Rückbank zu steigen, wurde die erste Etappe kurz unterbrochen und die Versuchsreihe neu angeordnet. Ylvi saß mit mir auf dem Rücksitz und die Fahrerin kämpfte vorne mit den anderen Verkehrsrowdies. Dann folgte ein nicht geplanter Erfahrungswert für Ylvi. In den frühen Abendstunden durften wir noch an einer familiären Geburtstagsfeier teilnehmen. Das Novum für Ylvi: 20 Menschen in einem Raum. Aber sie benahm sich tadellos ... Nächster Tag. Düsseldorf war für den Broholmersturm bereit. Das ausgewählte Feld der Ehre - die Rheinwiesen ... und der Rhein selbst, wie ich kurze Zeit später feststellen musste. Ylvi pflegte bis dato um Pfützen oder Bäche, die ihr bis zu den Beingelenken reichen verachtungsvoll einen Bogen zu machen. Da ich dies annahm belächelte ich auch ihr vorsichtiges ranschnüffeln an den Fluss, der offensichtlich gerade über eine gute Strömung verfügte. Ich lächelte immer noch als Ylvi mit allen vier Pfoten im Rhein stand. Ich lächelte definitiv nicht mehr als der ganze Broholmer in das Wasser sprang, sein Kopf wie das Periskop eines U-Boots sich über der Wasserlinie abhob und mit kräftigen Zügen wie eine von Wagners besungenen Rheintöchtern eine Runde schwamm. Glücklicherweise waren wir nicht gezwungen hinter Ylvi herzuspringen, um sie aus Gevatter Rheins nasser Umarmung zu entreissen. Sie schaffte es selbst an das flach abfallende Ufer zurück. Nachdem wir sie mit einem Handtuch trockengerubbelt hatten verzogen wir uns in den mittleren Teil der Rheinwiesen wo sie mit sehr vielen Hunden spielen konnte. Das ging so ca. drei Stunden ... wie gewohnt - mit dem üblichen Aufreiten und den anderen Hunden zeigen wie gross Broholmerpfoten werden können. Am Tag danach folgte die Fahrt in die Niederlande - nach Ede (liegt irgendwo bei Arnhem), um es genauer auszudrücken. Wir folgten hier einer Einladung der 1. Vorsitzenden des Broholmer Deutschland e.V. zu einer sogenannten Neujahrswanderung. Ylvi traf auf elf Hunde - nicht wirklich eine neue Erfahrung für sie. Aber elf Broholmern in die Auge zu schauen - das war etwas ganz anderes. Vor allem weil Klein Ylvi dabei den Kopf heben musste. Es war ein - sagen wir - amüsantes Bild. Nachdem Ylvi erkannte das sie den ausgewachsenen Broholmern nicht mal ein einfaches "Wuff" abringen konnte, mit ihren üblichen Lasst-uns-spielen-Aufforderungen, suchte sie sich eine junge Broholmerin namens Frigga aus, die auch gleich ordentlich mit ihr spielte und rumtobte. Ylvi lernte das Aufreiten und Pfotenboxen nicht so einfach ist wenn der Konterpart exakt über die identischen physikalischen Ausstattungen verfügt wie man selbst. Die Wanderung selbst erstreckte sich für Ylvi und ihre neugewonnene Kumpanin Frigga auf ca. 4 km. Ausserdem schloss sich ein verletzter Broholmer names Skold der Welpenwanderung an, weil er ein paar Wochen zuvor von einem Auto angefahren wurde und eine Platte in den Hinterlauf operiert bekam. Mal abgesehen von der Verletzung bzw. sichtbaren Operationsnarben strahlte Skold eine Ruhe und Friedfertigkeit wie Buddah persönlich aus. Das Ylvi gelegentlich an ihm rumkaute oder versuchte von hinten aufzureiten interessierte ihn überhaupt nicht. Ylvi verbrachte im Anschluss noch ein paar Stunden mit uns und den anderen Broholmerbesitzern in der ortsansässigen gastronomischen Einrichtung. Nach all diesen Eindrücken war Ylvi sichtlich erschöpft. Ich mag es kleine, vor Energie explodierende, Broholmer schlafen zu sehen.


Donnerstag, 31. Januar 2008

 

Von Dingen die ein Broholmer nicht braucht ...

 

... und wir schon gar nicht. Ich wollte ja schon immer mal wissen was ein Fistelkanal ist. Seit frühster Jugend beschäftigte ich mich mit diesem Mythos aus dem Reich der Legenden und Fabelwesen. So manche schlaflose Nacht verbrachte ich - bei literweisen Konsum von schwarzen Kaffee und schummrigen Kerzenlicht - tief versunken über alte staubbedeckte Folianten um den Rätsel des Fistelkanals auf die Spur zu kommen. Jahrzehntelang bleiben meine Forschungen ohne Ergebnis. (nachdenkliche Pause, es erklingt das Geräusch von Kaffee, der in eine Tasse geschüttet wird) Jetzt weiss ich was ein Fistelkanal ist. Ylvi - die von Odin Geknuddelte und Loki Gesegnete - verletzte sich vor ein paar Wochen beim Spielen an der rechten Leftze indem sie ihren Kopf in einen Brombeerstrauch steckte. Ach was, verletzte. Sie hatte einen Kratzer von der Größe eines Stecknadelkopfs an der Leftze. Nun seit dem hat Ylvi ihren Kopf respektive ihre Schnauzzone noch an viele bekannte und unbekannte Orte gedrückt. Dies führte leider dazu das diese Mikroverletzung nie in Ruhe abheilen konnte ... und jetzt hat sie eine ausgewachsene Entzündung an der Stelle, eben auch Fistelkanal genannt. Toll. Genau das was mir schon immer im Leben fehlte - ein Fistelkanal. Wie konnte ich nur all die Jahre ohne sowas leben ?!? Beelzebub - unser aller Freudenspender bzgl. Veterinäthematiken - setzte die kleine Wikingerin sofort auf ein Breitbandantibiotikum. Mit dem Hinweis das der Fistelkanal in fünf Tagen aufgestochen wird wie der Isthmus bei Korinth wenn das Antibiotikum nicht anschlägt. Ich hoffe ich bekomm eine hübsche Urlaubskarte von meinem geschätzten Veterinär, wenn er wieder die Cocktails schlürft, die ich bezahle ... Ok, ok ... ich bin gerade etwas pampig. Aber Ylvi geht es ansonsten gut - wenigstens etwas.


Montag, 4. Februar 2008

 

Ein trojanischer Held ???

 

Beim gestrigen Zug durch ihr Spielareal - auch genannt der Stadtwald von Frankfurt - traf Ylvi ein merkwürdiges Gespann: Eine vier Jahre alte reinrassige, waschechte, ausgewachsene, 90 Kilo schwere deutsche Dogge (Welcher Depp kam eigentlich auf die Idee, Broholmer als dänische Doggen zu bezeichnen ??? Im Vergleich zu einer deutschen Dogge sind Broholmer Miniausgaben einer Dogge) und ein kleiner nicht weiter identifzierbarer Zwerg-Irgendwas-Pinscher mit einem Kampfgewicht von 500 Gramm genannt - Hektor. Und beim Barte Zeus, diese laufende Fleischwurst wurde dem sagenhaften Heldenmutes seines trojanischen Namensvetter in jeder Hinsicht gerecht. Nachdem Ylvi sich bei der deutschen Dogge nicht entscheiden konnte ob es sich bei dem Tier um einen Hund oder ein Pferd handelte adressierte sie ihre Spielaufforderungen direkt an Hektor. Der kleine Krieger zeigte ihr sofort wo Hephaistos seinen Hammer hängen hat. Neben den hohen Bellaute von Hektor hing der kleine - Hund (???) - auf einmal verbissen an Ylvis Backe. Blut ist - zur Erleichterung aller Beteiligten - keines geflossen, aber Ylvi wird hoffentlich jetzt mehr Respekt und Achtung vor Matchboxhunden haben. Ich bin dem kleinen Hektor wirklich dankbar das er mir die Erziehungsarbeit abnimmt, die eigentlich nur ein Hund leisten kann. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen. Die deutsche Dogge hat im übrigen die ganze Szenerie mit der Gleichgültigkeit eines Elefanten beobachtet. Ich versteh jetzt warum Bismarck diese Hunde so hoch schätzte ...


Sonntag, 17. Februar 2008

 

Das Sofa ist verloren

 

Nach einer langen Schlacht mit vielen Verlusten und Geheule hat Ylvi heute letztendlich den Sieg davon getragen. Sie hat sich ihren Platz auf unserem Wohnzimmer Sofa erobert. ... und nachdem sie den erobert hatte fragten wir uns - das Rudel Topmanagement - warum wir ihr das eigentlich die ganze Zeit verboten hatten. Nun gut - soll sie sich auf dem Sofa rumkuscheln wenn sie denn Platz darauf findet. Im Gegenzug bekommt Ylvi ein neues Geschirr (K9) und Halsband (50 mm breit, 55 cm lang) verpasst - uuuuund ... zukünftig gibt es Einzelunterricht für höhere Broholmertöchter. Das gibt ein Fest ...


Freitag, 22. Februar 2008

 

It's gettin' hot in here ...

 

Höchstwahrscheinlich durchlebt Ylvi gerade ihre erste Hitze bzw. die sogenannte "versteckte" Hitze. Kürzlich spielte sie mit einem Rüden. Bis jetzt sind wir immer davon ausgegangen das sie sich den Kerl schnappt und ihre Reiterspielchen mit den Kameraden veranstaltet. Das blieb diesmal komplett aus. Stattdessen wurde die Rute hochgetragen und fleissig an den geschlechtsspezifischen Stellen rumgeleckt. Der Rüde schnüffelte daraufhin sehr intensiv an ihr rum und Ylvi legte sich hin als wenn wir "Platz" gesagt hätten. Hier hielten wir es jetzt für angebracht das Spielareal zu verlassen und wiederzukommen wenn sich die Gemüter wieder etwas abgekühlt haben. Das Blutbad, welches in der Regel mit der Hitze einer Hündin einhergeht, erwarten wir das nächste Mal - wann immer das sein wird. ... und bis dahin meine lieben kleinen Rüden hab ich auch die dicken Armyboots um Euch von Ylvi wegzukicken - dann gibts Freiflüge für alle ;-)


Samstag, 23. Februar 2008

 

Happy Birthday, Sweety

 

...Ylvi hat heute den 7. Monat voll gemacht ...


Dienstag, 25. März 2008

 

Austesten der Grenzen

 

Well - jetzt gehts rund - Ylvi beweist mehr und mehr das sie ein Hund unseres Rudels ist. Ylvis linkes umgeklappte Augenlid läßt sich ohne eine OP nicht mehr richten. Diese findet am 11.4 statt. Den echten Insidern dürfte jetzt der Satz "Wie der Herr so das Geschärr" durch den Kopf schiessen. Augen OPs waren ja nun nicht gerade eine Seltenheit bei uns in der Vergangenheit. Der Eingriff dauert - inkl. Vorbereitung, eigentlicher OP und Nachbearbeitung - ganze 90 Minuten. Es gibt sogar extra eine Tieraugenklinik für solche Spässchen ... Was gabs es sonst noch so an Highlights ??? Ein Jogger wollte Ylvi eine knallen, weil Ylvi eben diesem Jogger hinterher rannte. Der Boden - ein Sandweg - war durch Regen sehr aufgeweicht und die Schritte des Joggers gaben so platschende Geräusche von sich. Kurz - der angehende Marathonläufer weiss jetzt zumindest das sich das Gefährliche niemals am unteren Ende der Leine befindet, wenn er wieder mal einem Hundehalter mit seinem Hund begegnet. Ylvi hat noch so ein paar Eigenarten auf dem Kasten die wir gegenwärtig versuchen ihr auszutreiben bzw. zu exorzieren. Wenn wir mit ihr im Wald sind, ist natürlich der Wald für sie interessant. Wenn der jeweilige Begleiter mit ihr aber in jenem Wald trainieren will (und sei es nur 10 Minuten) geht ihr das - gelinde gesagt - am Hundearsch vorbei. Was soll ich machen ??? Sitz ??? Deine Zunge, liebes Herrchen/Frauchen und mein Hintern sollten sich unbedingt kennenlernen. Sie untermauert diese Behauptung gerne damit, das sie sich dann meistens die Leine schnappt und ein Zerrspiel initialisiert um zu zeigen wer der Boss ist. Wir steigen dann auf die Leine und ignorieren die kleine Maus bis sie sich wieder beruhigt hat. Sie hasst es wie die Pest, wenn jemand auf ihrer Leine steht und sie dann keine größere Bewegungsfreiheit mehr hat ... aber es wirkt, um ihr klar zu machen wer hier die Alphakarte hat und wer die Betarolle spielt. Zu den technischen Daten: Ylvi liegt bei einer Wideristhöhe irgendwo zwischen 65 und 70 cm, mit einem Gewicht von 40 kg.


Mittwoch, 26. März 2008

 

Schnee

 

Es schneit in Mainhattan. Cool ... Und was macht Ylvi ??? Läuft den Schneeflocken hinterher und versucht diese zu schnappen. Dieses Spiel ist fast so lustig wie dem hundeeigenen Schwanz hinterher zu jagen, das allabendlich stattfindet ...


Sonntag, 13. April 2008

 

Schönheit

Nun, da war er dann, der 11. April ...

 

Wir hatten alles vorbereitet. Die Decke für die OP lag seit Tagen bereit. Ylvi bekam jeden Tag ihr Gel in beiden Augen gepinselt - Fucithalmic hiess das Zeugs übrigens - und wir machten uns selbstverständlich auch lange verrückt wie und was da alles geht bei so einer OP. Natürlich hatten wir, das Rudel Topmanagement, uns von unseren üblichen Verpflichtungen befreien lassen, um bei der Kleinen die ganze Zeit zu bleiben bzw. in der Nähe. So rückten wir also mit Ylvi beim Tierarzt an. Ich muss nicht erwähnen das uns nicht gerade die Sonne aus dem Hintern schien ... Nach einer etwas unverhältnismäßig längeren Wartezeit - ok,ok auch andere Hunde haben ihr Recht auf eine gute Behandlung - ging es zur Voruntersuchung. Wir sahen noch zwei französische Bulldoggen, die sichtlich erleichtert die Behandlungsräumlichkeiten verliessen. Himmel, sind die klein. Die reichten Ylvi gerade mal bis an das Kniegelenk. Wir wurden dann darüber aufgeklärt das für den Hund das unangenehmste die Einführung der Kanüle für das Betäubungsmittel ist. Vom Tubus und den Anschlüssen der weiteren Geräte würde der Hund nichts mehr mitbekommen. Um ehrlich zu sein hab ich auch nur zugehört bis zu der Stelle wo der Hund einschläft. Wichtig für mich war dann nur wieder der praktische Part wo der Hund wieder aufwacht, wir sie wieder aufpäppeln können und für die Tierärzte hoffen das dann alles ok ist. Oja, Jungs, ich trau Euch keinen Meter über den Weg. Es folgte die Begutachtung von Ylvi durch den Operateur. "Da ist keine Narkose nötig" war der Satz der die Stille des Raums durchschnitt und nicht so richtig in das Bild passen wollte. Noch weniger passten die Fragezeichen in unseren Blicken. Hat der Mensch da gerade gesagt er will meinen Hund nicht betäuben ??? Es folgte die kurze Erklärung bzw. augenärztliche Bewertung das die Entzündung zurückgegangen ist und die Tränendrüse wieder an der Stelle ist wo sie hingehört. Das äußere Lid ist zwar immer noch umgeklappt, aber vom gesundheitlichen Standpunkt würde die OP gegenwärtig keinen Sinn machen. Ylvi erfährt keinerlei visuelle Beeinträchtigung. Das umgeklappte Augenlid so zu operieren hätte gemäß ärztlicher Aussage den Stellenwert einer Schönheits-OP. "Finger weg von meinem Hund. Wir gehen." hätte ich natürlich am liebsten gesagt. Selbstverständlich verabschiedeten wir uns gesitteter aber offensichtlich erleichtert ohne Ende. So viel Glück hätte ich auch gerne bei meinen Augen OPs gehabt. Da Ylvi garantiert an Veranstaltungen wie "Deutschland sucht den Super-Broholmer" nicht teilnehmen wird, verzichteten wir mit Freuden auf den OP Stress. Wir gingen eigentlich davon aus den Wald in Mainhattan mind. die nächsten zwei Wochen nicht zu betreten. Noch am frühen Nachmiitag des 11. Aprils standen wir mitten im Wald und schon sehr schnell fanden wir einen Hund mit dem Ylvi spielen konnte bis zum Umfallen.


Dienstag, 15. April 2008

 

Nackte Tatsachen

 

In Mainhattan gibt es eine Person, die inzwischen zum Frankfurter Stadtbild im Frühling gehört wie das Space Shuttle in den Weltraum. Diese Person bzw. diesen Mann erkennt man ohne Zweifel sofort daran, das er splitternackt durch die Strassen Mainhattans läuft. Um ehrlich zu sein hab ich diesen Menschen seit Enden der neunziger Jahre nicht mehr gesehen und noch weniger hatte ich erwartet dieses freikörperkulturauslebende Individuum in einer der ruhigsten Seitenstrassen von Sachsenhausen anzutreffen. Ylvi, die mit einer schonungslosen Neugier gesegnet ist, hob schon ihr Geruchsorgan zwecks Identifizierung des auf sie zukommenden Objektes an. In angespannter Erwartung, dass es zu irgendwelchen unangenehmen bis ekeligen Szenen kommen könnte bei denen ich Ylvi von dem offensichtlich laufenden Übergewicht trennen musste passierte - zu meiner persönlichen Erleichterung gar nichts. Der Nackedei lief vorbildlich ruhig an Ylvi vorbei und ebenso umgekehrt Ylvi. Sie würdigte den unbekleideten Mann mit keinem Blick. Der nackte Typ verhielt sich aber korrekter als so mancher grell, schrill, schräg oder bunt angezogene Jogger, der Ylvis spielerische Ambitionen durch platschende Schrittgeräusche, wild rudernde Arme - oder vielleicht auch durch so manche miefende Schweisswolke - erregt. Manchmal scheint weniger wirklich mehr zu sein.


Mittwoch, 16. April 2008

 

Es läuft ganz beschissen ...

 

Das eine Zipperlein ist weg - schon steht das nächste in den Startlöchern. Vor Erleichterung, das Ylvi die OP erspart blieb waren wir mit der kleinen Dänin viel draußen - egal bei welchem Wetter. In jüngster Vergangenheit hat es ja viel geregnet und Ylvi hatte sehr viel Spaß mit den gebildeten Wasserpfützen. Es war ein herrlich zu beobachtendes Planschen, ein echtes Wasserspiel. Dummerweise hatte sie dabei auch einiges an Wasser getrunken. Und dieses wässrige Vergnügen entlädt sich gegenwärtig konsequent in einem wechselseitig aussehenden Durchfall. Suuuper ... Heute lassen wir sie mal fasten, damit sich der Verdauungstrakt erholt. Wenn es dann nicht besser wird stehen wir wieder beim Tierarzt. Himmel, da waren wir doch erst letzte Woche eben wegen einem Check auf Würmer & Co. Der fiel übrigens negativ aus. Ylvi war bzw. ist frei von jeglichen Parasiten und sonstigen unerwünschten Besuchern, die keine Miete zahlen. Übrigens: Das Hundekacke Thema scheint gerade die deutsche Medienwelt zu erobern. Ein Ort namens Ludwigsfelde führt zum 1.10.08 die Windelpflicht für Hunde ein - und mit diesem Fortschritt an deutscher Reglementierung des sozialen Zusammenlebens machen die gerade eine irre Werbung. Zu Feier des 3. Oktober sollte ich in diesem Dorf - in dem offensichtlich jeder dritte Einwohner einer inzüchtigen Verbindung entstammt - ordentlich einen saufen gehen und mich dann auf der Strasse übergeben. Vielleicht müssen die dortigen Einwohner dann mit einem Sack um den Kopf rumlaufen, wie die Pferde mit ihren Futtersäcken ... Hundescheisse ist vom Hundehalter zu entsorgen, egal ob das ein großer oder kleiner Hund ist - keine Frage. Aber das tragen von Windeln für Hunde zu verordnen geht ein wenig zu weit.


Donnerstag, 17. April 2008

 

Nicht entschärfter Blindgänger

 

Also der Artikel zur Windelpflicht für Hunde steht immer noch unkommentiert in der Zeitung. Allerdings hat die Stadt Ludwigsfelde das inzwischen als Aprilscherz gekennzeichnet - aber die Zeitung merkwürdigerweise noch nicht. Komisch Ding


Mittwoch, 23. April 2008

 

Neue Höhle gefunden

 

Hipp, Hipp, Hooray ... Wir haben eine neue Behausung für das Rudel gefunden. An Mainhattans Riedberg werden wir demnächst unsere Zelte aufschlagen. Die Umgebung unseres langjährigen Domizils in Sachsenhausen Nord geben wir auf, da die Wohn- und Lebensqualität in dem Gebiet für uns spürbar abgenommen hat. Für Ylvi bedeutet es das sie ihre eigene - wenn auch in einer kleinen Ausgabe - Terrasse und Garten bekommt. Aber es wird definitiv ihr eigenes zu behütendes Territorium werden. Die Kleine ist übrigens extrem fit. Auch ihre Kampfkünste haben einen bemerkenswerten Fortschritt gemacht. Nachdem der broholmereigene Bodycheck einem Shaolin Meister zu Ehre gereichen würde, entwickelte sie den Backbreaker. Wie der geht ??? Ganz einfach. Ylvi stellt sich auf ihre Vorderpfoten und ballert ihrem jeweiligen Sparringspartner das geschwungene Hinterteil mit Volldampf in die Vorderfront. Ein drei Jahre alter Mischlingsrüde wurde auf diesem Weg gestern auf die Bretter geschickt. Wenn das so weitergeht bekommt Ylvi bald den Schwarzgurt in Broholmer-Fu.


Donnerstag, 24. April 2008

 

Flegelalter

 

Nun, die kleine Maus zählt jetzt stolze 9 Monate. Allerdings habe ich das Gefühl als ob Ylvi schon mehrere Jahre bei uns wäre. Da kann man mal sehen um wieviel der graue Alltag so reicher und heller wird wenn so ein kleiner Vierbeiner durch das Leben tappt. Und es gibt noch einen drauf ... Die weitere Entwicklung ist nicht aufzuhalten - Ylvi steht am Anfang ihrer Flegelphase. Ihre Tischmanieren sind beim Teufel - sie nimmt ihr Futter auf und schüttelt es so hin und her als ob es ihr Spielzeug wäre. Sie tritt uns - dem Rudel Topmanagement - mit Vorliebe auf die Füsse und liebt es ihr Vorderpfoten auf unseren Schulter zu positionieren - während wir aufrecht stehen wohl bemerkt. *Seufz* Wo ist der kleine 6 Kilo Hund aus Dänemark geblieben ???


Dienstag, 29. April 2008

 

Moppelkotze

 

Hmmm ... Ylvi war den ganzen gestrigen Tag über ziemlich ruhig. Ok, wir packten das kleine Hundi in ihr Geschirr und machten unseren üblichen Rundgang am Mainufer. Unterwegs trafen wir einen Mammutbulls und einen Thai Ridgeback. Beides sehr schöne Hunde - bis Ylvi zwischen die beiden wie eine Walküre reinbretterte. Da wurde getobt, geboxt, gebellt und im nassen Gras rumgewälzt - zur persönlichen Freude aller Hundehalter, die in dem Moment alle denselben Gedanken hatten:"Shit, jetzt muss ich den Hund wieder putzen bevor wir nach Hause gehen.". Ylvi sparte nicht am Einsatz des Broholmer Bodycheck oder des neu entdeckten Backbreaker. Nur der Mammutbulls war cool und zeigte wozu Ylvis Geschirr noch gut sein kann, verbiss sich in das Teil und benutzte Ylvi als Zerrspielzeug. Um das Bild etwas wirken zu lassen: Ylvi - 40 kg, Mammutbulls - 15 kg und zerrte mit einem sichtlichen Vergnügen an Ylvis Geschirriemen an der Brust. Nach fünf Minuten gab Ylvi dem Mammutbulls zu verstehen das es reichen würde mit dem Gezerre in dem sie ihr vorderes Bein wie einen Elbow Drop auf das Tier niedersausen lies. Damit war die rasante Spielstunde beendet und wir trotteten Richtung Heimat. Das Spielfeuerwerk dauerte vielleicht zwanzig bis dreißig Minuten, es war aber sehr auffällig das Ylvi diesmal erschöpft hinter uns her trottete. Sie hat sich auf dem Weg sogar zweimal hingelegt. An dem Punkt gingen dann so langsam die Warnlichter an, mit der Frage in unseren Gesichtern ob alles ok wäre. Ylvi bekam bei Ankunft in der Heimathöhle ihr Futter, welches sie zwar nicht wie gewohnt euphorisch in Empfang nahm, aber sie verdrückte es. Und ca. eine Stunde später ging es dann los. Ylvi fiepste bzw. wimmerte zweimal kurz auf und erbrach sich dann im Flur - zweimal. Danach rührte sie freiwillig keinerlei Nahrung mehr an. Selbst die Superleckerlis ließ die kleine links liegen und heute morgen ging die kleine Maus sehr zaghaft an ihr Futter - aber sie fras es. Vor einer Woche ärgerte ich meine Freundin noch damit das Ylvi etwas moppelig aussehen würde. Gestern hatte sie eher Ähnlichkeit mit Ghandi nach einem Hungerstreik.


Freitag, 9. Mai 2008

VOLL AUF DER HÖHE

Ylvi ist wieder vollkommen da.

 

Nach einer kurzfristigen Aklimatisierungsphase scheint sie sich auf die leicht erhöhten Temperaturen eingestellt zu haben und läuft wieder auf Hochtouren. Sie war sogar so übermütig das sie versuchte das Spiel Ich-fange-meinen-Schwanz auf dem heimischen Sofa durchzuziehen. Resultat: Broholmer auf dem Rücken und alle vier Pfoten in der Luft. Dann gab es ihren ersten selbstständigen Annäherungsversuch an unseren Zimmeradler Atze - in Fachkreisen auch Wellensittich genannt. Ylvi schnüffelte an der Voliere rum während sich ihr Atze vorsichtig von vorne näherte. Als der kleine Gefiederte dann Ylvis Nasenspitze erreichte - die Käfigwand immer noch dazwischen - fing der Vogel an mit seinen Schnabel gegen Ylvis Nase zu stubsen. Ylvi wiederholte - höchstwahrscheinlich in guter Absicht - exakt diese Kopfbewegung. Nun, wenn ein kleiner Wellensittichkopf gegen das Gestänge einer Vogelvoliere stubst hinter der sich gerade der Nasenschwamm eines Broholmers befindet so merkt man das nicht sonderlich. Wenn aber ein ganzer Broholmerkopf rhytmisch dagegen stubst dann merken das alle Anwesenden im Raum, im Nachbarraum und vor allem die Vögel, weil die Voliere ca. um fünf Zentimeter ruckartig verschoben wird. Nach zehn Minuten hatten sich alle von Ylvis Versuch in der Gebärdensprache der Wellensittiche zu kommunizieren erhohlt und der Käfig stand auch wieder da wo er hingehörte.


Sonntag, 18. Mai 2008

 

Sonne

 

Der im Titel angeführte Song von Rammstein könnte von oder für Ylvi geschrieben sein. Die Hitze macht die Kleine sichtbar fertig. Aber die Prinzessin hat dem Wasser aus dem Napf eine deutliche Absage erteilt. Madame trinkt nur im äußersten Notfall aus dem Napf - ansonsten wird nur noch Wasser aus dem Wasserhahn (der Höhe wegen preferiert von der Badewanne) geschlabbert. Nun gut - wir haben das zur Kenntniss genommen und werden uns was überlegen ... Auch das Training geht gut voran. Sitz, Platz, Bleib - und sogar Fuß - funktionieren schon relativ gut. Was aber gar nicht geht ist das Kommando Komm. Da fliegt uns die volle Broholmerverachtung um die Ohren. Ylvis Blick sagt alles: Wie ??? Ich soll zu Dir hin laufen ??? Komm doch selber wenn Du was willst. Oder noch besser - wenn sie mal dann auf einen zurennt, dreht sie kurz vor der rufenden Person ab, rennt weiter und gibt dem komischen Menschen zu verstehen: So, Ich bin jetzt zu Dir gekommen und jetzt läufst Du hinter mir her. Ätsch. Auch wenn ich jedesmal wie ein Seemann fluche wenn sie dieses Spielchen mit mir treibt so schätze ich diesen eigensinnigen Dickkopf bei den Hunden. Nun gut - die Kleine ist jetzt wieder in Amorbach. Dann gibts wieder neue Bilder - und ja - ein neues Gästebuch wird es in Kürze auch geben. ... und das nächste Mal gibts für Ylvi den Song von Rammstein "Links 2 3 4" ...


Mittwoch, 28. Mai 2008

 

Speedy Gonzales

 

... hätte diesmal eindeutig den Kürzeren gezogen. Ylvi ist unter die Sprinter gegangen. Spät abends gehen wir auf eine Wiese die eigentlich nicht für Hunde erlaubt ist. Aber da wir sowieso demnächst hier weg sind können die lieben Nachbarn eine neue Geschmacksrichtung kennenlernen und uns mal am Allerwertesten lecken. Die Kleine flitzt mit sichtbarer Freude und einer affenartigen Geschwindigkeit die Wiese rauf und runter. Höhepunkt von der ganzen Sache ist dann immer der Versuch mir die Leine zu entweden und als Siegestrophäe durch die Lande zu tragen. Damit hatte sie auch nur ein einziges Mal halbwegs Erfolg heute. Ich vermute Ylvi hat noch nicht ganz die sportliche Demütigung vergessen, die ihr ein kleiner Mischling namens Pino (Kurzform für Pinocchio) verpasst hat. Ich glaube ich erwähnte den kleinen Flitzer bereits wie er Ylvis Größe und gelegentliche Tapsigkeit virtuos gegen die Prinzessin ausspielte. Heute abend spielte sie mich anfänglich auf diese Art und Weise aus. Dumm ist nur das ich Homo Sapiens - der schon den Neandertaler überlebte - weiss wie man Leckerlis mit dem Daumen aus der Tasche zieht und diese als Lockmittel einsetzt. Nächstes Mal hat die Kleine vielleicht mehr Glück.


Freitag, 6. Juni 2008

 

SHOCKED

 

Gestern gab es ein Einzeltraining mit bzw. für Ylvi das für manch einen zur psychischen Endzeit-Belastung wurde. Man hörte Herzen brechen, Augen wurden flehentlich um Gnade in den Himmel gehoben und ein Winseln erfüllte die Luft das es mich nicht gewundert hätte wenn UNO Truppen auf einmal vom Himmel herab gelandet wären. Unser Training begann wieder mit den üblichen Spielchen Sitz, Platz und Bleib. Bis hierhin lief alles wunderbar. Dann kam das Kommando Komm ... Und was macht Ylvi ??? Spielt mit einem Hund der gerade des Weges daher kam. Es war nicht mal ein besonderer Hund - einfach nur ein Hund. Und dann war da ja noch das hohe Gras. Einfach herrlich wie ein Steinbock im Gebirge durch die hohe Wiese zu hüpfen. Die Frau, die da Komm rief wurde einfach nicht beachtet. Oder auf gut deutsch ... sie war Ylvi scheissegal! Wir versuchten das Komm diesmal mit einem Spielzeug zu unterstützen. Es war für die Kleine absolut uninteressant. Der Blick sagte soviel aus wie: Schön das ihr den Krempel mitgebracht habt. Ihr schleppt es auch wieder heim. Aber diesmal verordnete die Trainerin eine Schocktherapie. Ylvi wurde mit der Leine an einen Baum festgemacht. Ylvi selbst war mit einem Geschirr ausgestattet. Wir selbst liefen dann ca. 15 Minuten vor Ylvi ganz ruhig hin und her - der Abstand zu Ylvi betraf vielleicht max. 20 Meter - und haben sie dabei nicht beachtet. Auch Augenkontakt musste vermieden werden. Einmal verschwanden wir dabei sogar aus Ylvis Blickfeld. Ylvi zerrte natürlich wie eine Irre an dem Baum und auch die Leine (aus Leder) sah danach nicht mehr ganz frisch aus. Besonder schwer fiel diese Trainingsmaßnahme Ylvis Frauchen. Sie litt fast genauso dolle wie der zerrende Broholmer am Baum und so richtig grenzwertig wurde es als dann die kleinen fiepsenden Winsellaute von Ylvi kamen als wir mal kurz ihr Blickfeld verliessen. Realer Horror, live und in Farbe ... Als wir nach - extrem langen 15 Minuten - die kleine Maus vom Baum abmachten war die Selbstverständlichkeit mit der uns Ylvi in der Regel betrachtete wie weggewischt. Sie blieb stehen wenn wir stehen blieben, sie änderte sofort ihre Richtung wenn wir unsere Richtung änderten (egal wieviel verspielte Beagel danach riefen durchgekaut zu werden) und sogar das Komm klappte fast. Da war sie noch sehr unsicher ... Der Baum hat jetzt übrigens eine leichte Ähnlichkeit mit dem Turm von Pisa. PS: Die Übung darf niemals mit Hunden durchgeführt werden, die ausgesetzt wurden !!!


Sonntag, 15. Juni 2008

 

Here we go ...

 

Holt das Sonnenöl raus, jetzt wird es heiß - und zwar richtig. Ohne Schongang und doppelten Boden ... Stand heute, zählt Ylvi nicht mehr zu den süßen Welpen dieser Welt. Warum ??? Sie hat ihre erste Hitze mit allem drum und dran bekommen. Sie benimmt sich wie eine Irre. Kauknochen für die sie in der Regel mehrere Tage braucht sind innerhalb von 15 Minuten nur noch eine Erinnerung wert. Ein Hüftknochen von einem Rind - bis heute unzerstörbar - zermahlen in 2 Stunden. Das andere Extrem ist ihr Kuschelbedürfnis. Vor 24 Stunden genügte es einmal am Tag sie kurz zu knuddeln - jetzt dürfen wir, ihr Topmanagement einmal am Tag Pause machen zwischen schier unendlichen Knuddelphasen ... Ich zitiere was alle Broholmerbesitzer immer wieder sagen: "Ich wollte doch nur einen Hund."


Dienstag, 24. Juni 2008

 

Kleine Hunde, grosse Hunde ....

 

... in den letzten Tage war ich etwas angespannt wegen Ylvis erster Hitze - die im übrigen noch andauert. Ich nenne die Szenerie schon "Ylvis grosser Blutrausch". Sie pflegt die Spuren ihrer Periode im übrigen selber wegzuwischen - wenn es denn geht. Bei manchen Textilprodukten schafft das selbst die größte Broholmerzunge nicht. Wenn ich aber so die Besitzer kleiner Hunde beobachte erscheint mir Ylvi immer pflegeleichter - selbst unter hormonellen Stress. Die kleinen Flitzer bellen was der kleine Hals hergibt in vermeintlichen Stressituationen und suchen Anschluss bei ihren jeweiligen Hundehaltern. Ylvi hingegen bellt einen Hund nur dann an, wenn der sich als Showstopper outet und sich dem zusammen spielen verweigert. Ich glaube die kleine Maus hat noch nicht so richtig erfasst was mit ihr gerade abgeht. So auch gestern - wir traffen einen vier Jahre alten Staffordshire Bullterrier. Der hat natürlich sofort gewittert was bei Ylvi die Stunde geschlagen hat. Allerdings war der in keinem besonders guten gesundheitlichen Zustand. Nach einem ca.10minütigen spielerischen Gebalge aus Ylvis Sicht und einer verführerischen Anmache aus seiner Sicht kotzte der kleine Terrier mitten auf die Strasse - um genauer zu sein auf meine Schuhe - und das Spiel war gelaufen. Suuuper ... ... und um nicht mehr in die Schiedsrichterrolle gedrängt zu werden (und so ein Staffordshire Terrier ist klein, hat aber einen Kopf wie eine Baggerschaufel) bekommt Ylvi in Zukunft 'ne Windel verpasst wenn sie heiss ist. An ihre Sonnenbrille hat sie sich ja auch gewöhnt ;-)


Freitag, 18. Juli 2008

 

Umzug erfolgreich

 

So ... Ylvis Umzug auf die Riedwiese verlief reibungslos - und die ersten Freundschaften hat die Kurze auch schon gemacht. Ganz angetan von ihr, ist ein kastrierter Rottweiler, der Ylvi noch im Laufe ihrer "Stehtage" kennengelernt hat. Da hängt sichtbar Amore in der Luft zwischen den beiden ;-) Es gibt neben jeder Menge Platz zum Rennen und Toben für die kleine Maus allerdings noch ein paar Neuerungen in Ylvis Verhalten, die uns ziemlich überascht haben. Die erste grosse Entdeckung waren die Hasen !!! Himmel, können die kleinen Flitzer schnell über die Rasenflächen schiessen. Unglaublich. Aber noch unglaublicher ist der Broholmer, der hinter den kleinen Fellkugeln zu unserm breiten Missfallen rennt und dabei die grossen Ohren auf Durchzug stellt. Wir - das Rudel Topmanagement - können rufen wie wir wollen, es interssiert die kleine Möchtegernjägerin nicht im geringsten. Zweites Novum - die frische Luft, draussen auf dem Riedberg scheint den täglichen Appetit anzukurbeln. Ca. 1,5 kg Fleich und Gemüse wandern pro Tag in den Broholmerbauch. Zum Vergleich - vor dem Umzug waren es 800 Gramm pro Tag. Und die Rippen von ihr sind immer noch zu sehen oder zu fühlen ... Kurz und Gut - Ylvi hat sich super eingelebt, trotz ihrer ersten Hitze und fühlt sich offensichtlich superwohl.


Mittwoch, 23. Juli 2008

 

Happy Birthday Ylvi

 

Das erste Jahr hat die kleine Maus jetzt voll gemacht. Irre, oder ??? ... und es ist zwar kein typisches Geburtstagsliedchen, aber irgendwie singen mir die Jungs aus der Seele. Da laufen ein paar schwere Buben mit Welpen über die Strasse und trällern "Stop the Clocks" - und landen damit einen Treffer bei mir, denn die kleine Maus wurde wirklich rasend schnell erwachsen. Happy Birthday Ylvi


Dienstag, 5. August 2008

 

Social Networking

 

Himmel, wozu braucht man das Internet und Web 2.0 wenn man einen Broholmer hat ??? Naja gut, Amazon Bestellungen kann Ylvi noch nicht ausführen aber was das Networking mit anderen Hunden angeht und deren Besitzern ist Ylvi unschlagbar gut. Es gibt hier sehr viele Rüden - und so ziemlich jeder vom gemeinen Pinschermix bis zum stattlichen kanadischen Schäferhund ist der kleinen Maus verfallen. Natürlich versuchen die Jungs auf die Kleine aufzureiten - teilweise mit scharf geladenen Colts - aber das geht nur so lange gut bis Ylvi genervt anfängt die Kameraden ins Ohr zu kneifen. Manch ein menschlicher Rüdenbesitzer hat dabei offensichtlich mehr mitgelitten als die Jungs denen die Ohren durchgetackert wurden. Zum bessern Verständnis - kein Rüde quietschte schmerzhaft auf bei den tierischen Ohrfeigen, aber der ein oder andere Hundehalter warf sich schmerzhaft zwischen seinen Rüden und Ylvi. Selbst schuld, kann ich da nur sagen ... ... sonstige Eckdaten: Ylvi erfreut sich bester Gesundheit und freut sich mit uns auf ihre Reise in das Schloss Broholm. Am 23.808 gibts da eine riesige Broholmerparty. Unbestätigten Gerüchten nach werden 125 Broholmer anwesend sein - inkl. Ylvis Mutter Liv und ihr Vater Baltazar. Das gibt ein Fest.


Freitag, 8. August 2008

 

Dogfight

 

"Da ist Murphy. Das ist ein Lieber." "... und da kommt ja Max. Der ist auch ruhig." Ort dieses kurzen Dialoges war eine grosse Wiese auf der Ylvi bis zu diesem Zeitpunkt alleine rumrannte. Und mit welchem Ausgang der Situation kann man rechnen, wenn zwei Rüden und ein Mädel sich auf einer grossen weitläufigen Wiese treffen ??? Das Ergebnis ist seit dem trojanischen Krieg immer das selbe, der Verlauf immer der Gleiche und was mich dabei immer wieder erstaunt sind die überraschten Gesichter der Schaulustigen. Allgemein beliebter Kommentar:"Das hat er ja noch nie gemacht". Ja neee, is klar ... Auf jeden Fall setzte zwischen den Rüden eine Keilerei vom Feinsten ein. Da wurden die Zähne gezeigt und kräftig gebellt. Die Besitzer schritten tapfer ein um die Kampfhähne zu trennen und hatten auch sichtlich Mühe die heissen Jungs zu beruhigen. Was machte Ylvi in der Zeit ??? Sie stand daneben und bellte die Jungs mit ihrer sonoren Stimme an. Zum Anfeuern oder Trennung der Kampfhunde sei mal dahin gestellt ... Kein Hund - oder Mensch - wurde bei der Rauferei verletzt und Ylvis Bekanntheitsgrad nimmt weiter zu.